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Energie
Was sind Netzentgelte ?

Vereinfacht dargestellt sind Netzentgelte (Miet-)Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes vom Stromerzeugenden Kraftwerk bis zum Hausanschluss ( Zähler ) des Verbrauchers.

Zum besseren Verständnis muss man feststellen, dass es im Bereich der Stromerzeugung nur vier
Konzerne in der BRD gibt, in deren Eigentum sich praktisch das ganze Stromnetz befindet und die 
alle Stromnetze kontrollieren (RWE, EON, Vattenfall und EnBW ).

Es gibt teilweise lokale Stromversorger und Stadtwerke, aber diese mieten / pachten die Netze vom Eigentümer. Wenn also ein Verbraucher im "EON-Land" seinen Strom von RWE haben will, verlangt EON von RWE gepfefferte Mieten für die Durchleitung des "fremden" Stromes durch die eigenen Leitungen. EON selbst verlangt von seinen eigenen Kunden ( als Bestandteil des Strompreises ) über die sogenannten Netzentgelt ebenfalls gepfefferte Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes vom Kraftwerk bis zum Zähler. 

Die sogenannten Netzentgelte mach derzeit etwa 35% bis 40% des Gesamtstrompreises aus und sind somit fast fünf bis sechs mal teuerer als die Stromerzeugung selbst. Schon aus diesem Grund muss man bei der Betrachtung des Stromgesamtpreises diesem Preisanteil besondere Aufmerksamkeit widmen.

Ein weiterer triftiger Grund sich mit diesem Thema zu beschäftigen, ist es die zukünftigen Positionen der Stromkonzerne zu verstehen. Wie bereits gezeigt wird das "große Geld" bei den Konzernen gar nicht mit der Stromerzeugung erwirtschaftet. Die Stromkonzerne haben dies längst erkannt, und entwickeln bereits jetzt Strategien, wie auch in Zukunft der geknebelte Verbraucher ordentlich abgemolken werden kann.

Das große Geschäft ist nicht bei der Erzeugung des Stroms sondern der Handel und die Manipulation der Strombörse und noch vielmehr die Vermietung der Leitungsnetze - sowohl beim Strom als auch beim Gas. mit diesen beiden "Geschäftsfeldern" werden sechs bis sieben mal soviel verdient und die Gewinne in diesen beiden Bereichen sind schwindelerregend.

Nun wird der eine oder andere einwenden, dass ja bei den Netzentgelten die Bundesnetzagentur über eine korrekte Preisgestaltung wacht. Ich nehme einen solchen Einwand als humoristische Einlage hin, denn jeder der sich mit den konkreten Gegebenheiten tatsächlich auseinandersetzt wird niemals auf den Gedanken kommen, diesen "zahnlosen Papiertiger", der sich als "Bundesnetzagentur" bezeichnet ernsthaft als Kontrollorgan zu werten. Das wäre so, als wenn ich ei Matchboxauto als Schwerlasttransporter bezeichnen würde und auf dieses Spielzeugauto 60 Tonnen aufladen wollte.

Schon als die Grundlagen für die Schaffung der Bundesnetzagentur in der politischen Planung waren, sorgten die Energiekonzerne dafür, das dieses Organ nur als ein "Kaffeekränzchen" für einige wenige "Amateurdetektive" umgesetzt werden konnte. Die Bundesnetzagentur hat weder ausreichende Personal- und Materialressourcen und erst recht nicht die erforderlichen juristischen Machtbefugnisse, um überhaupt ordentliche Ermittelung auch nur zu beginnen.

Die Konzerne, die hier überprüft werden sollten, sind internationale Konzerne mit Büros in London, Amsterdam, Rotterdam, Madrid, Barcelona, Marseille, Paris, Rom, Mailand, Budapest, Oslo und Tennesee USA. Wenn ein EON-Boss einen RWE-Boss und einen EnBW-Boss zusammen mit einem Vattenfall-Boss treffen will um Kartellabsprachen zu treffen, dann passiert dies mit Sicherheit nicht  hier in der BRD. Dann trifft man sich vielmehr "zufällig" in London und geht nach der Arbeit "zufällig" in den selben Club. Dies garantiert eine absolut abhörsichere Privatsphäre in der höchsten die 30-40 anderen Clubmitglieder hineingelangen. Da hätte nicht einmal Scottland Yard eine Chance die entscheidenden Gespräche abzuhören.

Und wenn den schon einmal einer der "Amateurdetektive" tatsächlich die "Schnapsidee" hätte, die Geschäftsräume von Eon in Rotterdam zu untersuchen - tja... dann müsste er über das Landeskriminalamt und Interpol eine Durchsuchung im Rahmen der Amtshilfe bei den Kollegen in Holland zu beantragen. Bis der arme Mensch das Aktenzeichen seiner "Anfrage auf Amtshilfe" erhielte, hätte Eon bereits schon den vollen Wortlaut der Durchsuchungsanfrage mindestens zweimal schriftlich in vollem Wortumfang auf dem Tisch liegen und könnte in aller Ruhe entscheiden, ob man das fragliche Material nach Madrid oder in den Reißwolf schickt und die hätten noch die Zeit dass in Ruhe im laufe der darauf folgenden 2 Tage bei einigen Kannen Kaffee zu entscheiden....

Der für die Absicherung des firmeninternen "Informationsflusses" zuständige Sicherheitschef bei EON verdient in zwei Monaten soviel wie der mit den Ermittlungen beauftragte Regierungsdirektor beim Bundeskriminalamt im ganzen Jahr nicht verdient. Und wenn beide die Ihnen zur Verfügung stehenden Materialkammern vergleichen könnten, würde der EON -Sicherheitschef sicherlich über das zur Verfügung stehende Material des "armen" Kollegen beim BKA nur müde lächeln. Über die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur denkt dieser Man sicherlich nur äußerst selten nach - er hat eher Probleme mit der Konkurrenz aus der Industrie.

Und über das zweite der Netzagentur zur Verfügung stehende "Ermittelungsstandbein" - die Bücher der Konzerne - also der Versuch mit buchhalterischen Mitteln den Kartellabsprachen auf die Spur zu kommen - da kann ich ebenfalls nur müde lächeln. Die fraglichen Transaktionen finden gar nicht hier in der BRD statt und tauchen somit hier gar nicht in den Büchern der Buchhaltung auf - sondern diese Transaktionen finden im Moskauer Büro oder in Marseille statt - und Gott gnade dem Mitarbeiter der Bundesnetzagentur, der diese Bücher sehen will..... 

Ein weiterer Grund für den Schwerpunkt der Netzentgelte für die Stromkonzerne ist die weitere Entwicklung auf dem deutschen Binnenmarkt. Wenn 50% der Stromgewinnung in der BRD mit der Abschaltung der Kernkraftwerke fortfallen, muss dieser Strom woanders herkommen. Und das wird mit Sicherheit nicht der teuere Ökostrom sein, der hier propagiert wird. Besonders witzig finde ich in diesem Zusammenhang die derzeit im Oktober im Fernsehen propagierte Werbung von EON als "Superumweltfreund" mit dem Gezeitenkraftwerk. EON war sich sicherlich schon längst vor der Ausstrahlung des Werbespots im Klaren, dass dies die beste "Ente" des Jahrhunderts werden wird. Zum einen nutzt man den Spot um zu begründen, warum man soviel Geld braucht weil man ja in das nächste Jahrtausend investieren will. Als man über die Begründung nachdachte, wusste man ja bereits schon, dass wenn man ein Plan zur flächendeckenden Bebauung der Lüneburger Heide mit Windparks die Tage zählen könnte bis eine Front von Sockenstrickenden grünen Omas die Strassen in Düsseldorf dichtmachen würden und die Selbstmordquote der betroffenen Verwaltungsgerichte in die Höhe schnellen würde angesichts der Lastwagenweise zu erwartenden Klagen und Politik, die dann vor Angst die nächste Wahl nicht zu gewinnen in die Knie gehen würde. Damit war diese Idee bereits schon im Vorfeld indiskutabel. Auch bei der jetzt inszenierten Show ist man sich durchaus klar, dass man nicht die leiseste Chance hat so etwas tatsächlich in zumindest absehbarer Zeit zu realisieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Ökofreaks das Aussterben der äußerst seltenen "blaugemantelten hufeisigen Nordseekrabbe" ( es gibt davon gerüchtehalber nur noch 25 Exemplare )  bemängeln, weil diese in den überdimensionierten "Häckselmordmaschinen" zu Fischfutter verarbeitet werden. Als nächstes wird man dann bemängeln, dass die Gezeitenstöme verfälscht werden und zum Aussterben aller Brutplätze im Watt führen wird. Und irgend wann - wenn die ersten 100 Turbinenrohre stehen wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis ein bescheuerter Taucher dort klein gehäckselt wird und das Projekt gestoppt wird. Aber als Showeffekt ist das Ganze unschlagbar. Man hängt sich ein Ökomäntelchen um - ähnlich wie der Präsident Bush, der sich zuerst beim Kirchgang filmen ließ - anschließend ein Barbaque gab und kleine Kinder "knuddelte" - bevor er 10 Stunden später mit Krokodilstränen in den Augen verkündete er müsse leider ( weil er überhaupt nicht anders könne ) Bomben über Bagdad und die dortige Zivilbevölkerung abwerfen, um uns vor dem theoretisch möglichen 3. Weltkrieg zu schützen. Ich frage mich nur warum er dann nicht das Pentagon bombardiert hat. Dort ist die Gefahr einen 3. Weltkrieg auszulösen ein bisschen wahrscheinlicher......

Da aber nun einmal trotzdem nach der Abschaltung der Kernkraftwerke in der BRD die "Kleinigkeit" von einigen Zig-Tausend Megawattstunden verbraucht werden und diese paar "popeligen" paar selbstversorgenden Rapskraftwerke einiger "Revolten"-Gemeinden nur lokale Bedeutung auf dem Land haben muss man über tatsächlich wirksame Alternativen nachdenken. Da wäre zunächst Frankreich - die haben kein Problem mit der Kernkraft. Das selbe gilt für die Tschechei, Italien, Belgien und Holland. Also baut man dort in Grenznähe - über die jeweiligen nationalen Tochtergesellschaften - ein paar effiziente Kraftwerke. Die können dann für teueres Geld den Strom nach der BRD verkaufen und die blöden Verbraucher kriegen ihre "Quittung" für den Atomausstieg, wenn die dann für Strom das doppelte und dreifache zahlen. Damit Der Strom von der Grenze aus in die Großstädte und Städte kommt muss der Strom durch die Leitungen dieser Konzerne - und da kann man ( mit Hilfe der Netzentgelte ) ( auch in den nächsten Jahrzehnten ) richtig kassieren....  

Damit dürfte die Frage weshalb die Netzentgelte für die Stromkonzerne wichtiger ist als die Kraftwerke ausführlich beantwortet sein.....


Aus der Sicht der Buchhalter der Energiekonzerne sind die Netzentgelte überaus praktisch. Hier lassen sich buchhalterisch ohne übermäßigen Aufwand Millionen verbunkern und damit lässt sich die Begründung für hohe Netzentgelte beliebig manipulieren.
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© Harro Walsh