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Energie
Wie lese ich Bilanzen richtig und weshalb ist das so wichtig ?

Das wichtigste Mittel der Energiekonzerne um an ihr Geld zu kommen, sind gute Ausreden bei denen man versucht zu erzählen, dass die Kosten für das Produkt so hoch seien. Dies bedeutet, dass bei der Argumentation die Wiedergabe der Zahlen exzellent manipuliert werden müssen. Hier kommt die Kreativität der Buchhalter ins Spiel. Dies galt und gilt besonders da die Tariferhöhungen bisher einer Genehmigung bedurften. Selbst ohne diese Genehmigungspraxis wird auch weiterhin erforderlich sein bei der "Abarbeitung" der Billigkeitsverfahren. Auch hier handelt es sich um eine "Art" Prüfungsverfahren und die Verbraucher in diesen Verfahren bekommen es mit Sicherheit mit den selben "Spezialisten" zu tun, die bisher die Beamten aus den Gremien für die Genehmigung der Tariferhöhungen "zuständig" waren.

Da es dabei um das gleiche Prinzip der Vertuschung geht, wie beim Finanzamt. Auch hier ist es besonders wichtig "kreativ" zu sein, damit besonders hohe Kosten und besonders niedrige Einnahmen auszuweisen.

Da es in beiden Fällen um sehr viel Geld geht, leisten sich die Konzerne das Beste was man auf dem Markt kriegen kann und diese Buchhalter und Steuerfachleute sind die "Créme de la Créme". Um diesen Spitzenkräften auf die Spur zu kommen sind mindestens "exzellente" Kenntnisse in Buchhaltung erforderlich. Der einzige Vorteil auf Seiten des Verbrauchers ist es, dass er weiß, dass Geld nicht wirklich spurlos verschwindet. Es muss immer ein verstecktes Schlupfloch geben, wohin das Geld wandert. Man muss nur gründlich genug suchen....

Die erste Vorraussetzung für den Erfolg ist es aber, die Konzerne zu zwingen, dass wirklich alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Wenn der Konzern es erreicht, dass nur ein Teil der Zahlen auf dem Tisch kommt, kann man mit absoluter Sicherheit darauf wetten, dass das Schlupfloch mit Sicherheit nicht auf dem Tisch liegt.

Deshalb wurde ausdrücklich erwähnt, wie wichtig es ist, dass der mit dem Verfahren befasste Anwalt sich bis ins letzte Detail mit Beweisanträgen auskennt und er wirklich dafür sorgt, dass wirklich alle Zahlen tatsächlich auf dem Tisch liegen.

Dafür ist es aber im Vorfeld wichtig, dass man die Grundlagen der Buchhaltung " aus den F F" kennt. Nur wenn man auf Grund der im Verfahren vorgelegten Zahlen und den öffentlich zugänglichen Zahlen nachweisen kann, dass es dort "Ungereimtheiten" gibt, kann man einen entsprechenden Beweisantrag ausreichend begründen, damit der Antrag Aussicht auf Erfolg hat. Man muss also dem Konzern mindestens eine "Schwindelei" so nachweisen, dass es auch der Richter versteht, damit dieser Neugierig wird und er "mitspielt" bei der Beschaffung der weiteren notwendigen Unterlagen.

Wie bereits dargestellt liegt es im Interesse der Konzerne, wenn diese ihre Tätigkeit und die erwirtschafteten Gewinne für die Aktionäre möglichst toll darstellen, da sonst der Aufsichtsrat Gefahr läuft seinen Job zu verlieren. Diese Zahlen und Bilanzen in den Jahresberichten sind regelmäßig von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erarbeitet und müssen beeidet werden.

Beim "Billigkeitsverfahren" ist die Zielsetzung aber genau umgekehrt. Deshalb sind witzigerweise genau die Jahresberichte die berste Waffe bei einer Billigkeitsprüfung. Vorraussetzung ist aber zuerst, dass man sich die Jahresberichte aller Konzernteile sich beschafft. Wenn "gemogelt" wurde, tauchen die "Probleme" ( besser gesagt Mogeleien ) nicht im Jahresbericht selbst auf. Denn diese müssen "unter dem Strich" in der Bilanz sich immer zu einer "Nullsumme" aufrechnen lassen. Die Differenzen tauchen an den sogenannten "Schnittstellen" zwischen den Konzernteilen auf ! Man sollte nicht vergessen, auch das Finanzamt prüft jeweils die Bilanzen der Konzernteile immer nur jeweils isoliert auf einen Konzernteil beschränkt. Darüber hinaus kann das Finanzamt nur seine Prüfungsbefugnis innerhalb der Grenzen der BRD ausüben.

Die Lücken im System sind also immer an den Schnittstellen von einem Konzerteil zu einem anderen Konzernteil zu finden - und regelmäßig tauchen die "Geldabflüsse" an den Grenzen der Länder auf. Die Franzosen können nämlich nicht in der BRD oder in Holland ermitteln und umgekehrt. Es ist also regelmäßig so, dass ein Geldabfluss zum Beispiel in Holland verbucht wird, aber nicht beim "Empfänger" in der BRD "auftaucht" und dort verbucht wird, sondern stattdessen im seligen "Nirvana" der Auslandskonten des Konzerns "verschwindet". ( Insofern ist dieser Abschnitt eine direkte Aufforderung an die betroffenen Finanzämter dort zu suchen, wo sich das suchen  lohnt... man kann dies als direkte Aufforderung betrachten, dass die Finanzämter sich europaweit erheblich besser zusammen schließen müssen und auch entsprechend besser hinsichtlich der Mittel der Steuerfahndung ausgestattet werden müssten... Herr Steinbrück sollte über diese Zeilen gründlich nachdenken ... bevor er arbeitslosen Hartz IV Empfängern das Notwendigste zum Leben verweigert - er hat immerhin seit 2003 die Sätze nicht angepasst - trotz "gallopierender" Inflation von mehr als 35% seit der Festsetzung des angeblich absoluten Minimums auf der Basis der Sozialhilfe von 2003 - irgendwo stand mal was von der Gleichheit vor dem Gesetz - aber das hat er bestimmt nicht gelesen... )
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© Harro Walsh