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Energie
Warum ist letztendlich nur die Vorgehensweise der Europäische Kartell Kommission der einzig wirksame Weg zu niedrigeren Preisen ? 

Wie bereits in verschiedenen Seiten mehrfach dargestellt, werden die größten Gewinne beim Strompreis nicht bei der Erzeugung des Stromes, sondern bei den Netzentgelten und mit der Manipulation des Stromhandels erzielt.

Eine Abtrennung des Netzes auf privater Ebene ( wie es der derzeitige Entwurf der Wettbewerbskommission vorsieht ) dürfte wahrscheinlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, da dann die Energiekonzerne sich nach den Gesetzen der Marktwirtschaft eher noch von der Stromerzeugung trennen würden als von den Netzen. Dies würde
im konkreten Einzelfall bedeuten, dass die Konzerne mit ihrem Vermögen sich in die "Tochtergesellschaften" "flüchten" würden und die verbleibenden Rumpfteile der ehemaligen Konzerne, welche im Erzeugungsbereich verbleiben würden, und die Verbraucher auch weiterhin von den "Regionalfürsten" ( also den Konzernen innerhalb der bestehenden lokalen Netzwerke ) auch weiterhin ungehemmt "abgemolken" werden.

Die Manipulationen der Konzerne über Strohmänner an der Energiebörse würden lediglich geringfügig "angepasst" werden, damit die Gewinne über "assoziierte" Börsenhändler in England weiterhin abgeschöpft werden könnten.

Die Energiekonzerne würden also keinerlei wesentlichen Einbußen zu Gunsten der Verbraucher hinnehmen müssen.

Im Gegenteil - man würde dann sogar dem Datum der Abschaltung der kostengünstig produzierenden Kernkraftwerke in der BRD sogar "entgegen fiebern", damit man horrende Gewinne mit dem "Import" des Stroms aus den umliegenden Ländern mit Kernkraftwerken erzielen könnte.

Auch die sofortige Verstaatlichung der Netzwerke wäre keine gute Lösung, weil dann das Kapital der Konzerne vorher entzogen werden würde und der Staat lediglich die Kontrolle über die maroden Netzwerke erhielte und auf Jahre hinaus keine Kostensenkung zu erzielen wäre wegen des anstehenden Investitions- und Reparaturstaus.

Die Verstaatlichung würde nur Sinn machen, wenn der Staat sicherstellt, dass die zu Unrecht bereits kassierten Netzentgelte der letzten 3 Jahre vollständig mit in die Verstaatlichung einfließen würde, damit sichergestellt wird, dass das erforderliche Kapital zur Instandsetzung des Netzwerkes mit dem Netz zusammen übernommen werden würde. Andernfalls käme der Vorgang einer Begünstigung der Veruntreuung gleich, da das kapital, welches von den Kunden zur Investition in das Netzwerk entrichtet wurde, spurlos ins "Nirwana" der Konzerngewinne im Ausland "verschwinden" würde. Dann könnten die ausstehenden Instandsetzungen mit dem zugehörigen Kapital tatsächlich sofort in Angriff genommen werden, und die Netzkosten könnten sofort gesenkt werden, weil die Rücklagen für die Investitionen nicht erst aus "neuen" Netzentgelten ( ab der Verstaatlichung ) erst "erwirtschaftet" werden müssten.


Darüber hinaus müsste selbstverständlich auch die Energiebörse entsprechend angepasst werden: Dies bedeutet, dass anstatt lokal jeweils eine begrenzte Börse ( aus nationalistischen Interessen ) zu betreiben, es erforderlich wäre eine große Börse auf europäischer Ebene zu schaffen. Eine derartige Börse wäre erheblich schwieriger zu manipulieren. Die zuständige Börsenaufsicht müsste mit einer entsprechenden "Taskforce" ( mit den entsprechenden staatsanwaltschaftlichen Instrumenten auf europäischer Ebene ) für die Ermittelung und Verfolgung von Insider-Geschäften ausgestattet sein, und die entsprechenden Straftatbestände und Strafrahmen müssten dann auch angepasst werden.

Letztlich ist der Ansatz der europäischen Kartellbehörde - die Netze von den Erzeugern vollständig zu trennen - auf dem richtigen Weg, sie müsste aber die angestrebte Umsetzung entsprechend noch überdenken und verfeinern, damit tatsächlich ein Erfolg zugunsten der Verbraucher erzielt werden kann.
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© Harro Walsh