Indian Stuff  -  Kriegslanze und Häuptlings-Stab   zum Selbermachen

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Die Kriegslanze und der Häuptlingsstab
 

Die Kriegslanze und der Häuptlingsstab waren bei den Cheyenne die Insignien für die Führer des jeweiligen Stammes. Die Kriegslanze zum Beispiel wurde in Kämpfen als weithin sichtbares Zeichen verwendet um die Dauer eines Kampfes festzulegen - wenn Sie in den Boden gerammt wurde war es das Zeichen des Angriffes und wenn die Lanze wieder herausgezogen wurde, war dies das weithin sichtbare Zeichen, dass der Kampf beendet war.

Der Häuptlingsstab wurde vor dem Zelt in den Boden gerammt und gab Auskunft über den Besitzer des Tipis. Die am Häuptlingsstab verwendeten Federn gaben über den
Federcode Auskunft über den Besitzer. Für eine Kriegslanze werden ca. 35. 50 Federn benötigt. Damit diese den schwer zu beschaffenden Adlerfedern möglichst ähnlich sehen bitte auf der Seite für Kriegshauben nachsehen wie man Putenfedern entsprechend bearbeitet.

Die übrigen Verzierungen hingegen hatten eine sprituelle Bedeutung und waren - ähnlich wie die "Medizin" im Medizinbeutel mit dem Namen des Besitzers assoziiert. Wenn z. B. der Besitzer "alter Puma" hieß, war der Schaft mit dem Fell eines alten Pumas umwickelt, hieß der Besitzer z.B. "grauer Adler" so waren bestimmt am Stab einige graue Federn eines Adlers. "Sitting Bull" hatte z.B. an seinem Stab Bisonfell.

Die Federn werden praktisch in der gleichen Art vorbereitet, wie bei der Kriegshaube, mit dem einzigen Unterschied, dass keine Flaum-Federn verwendet werden. Der Federkiel (1) wird eingeschnitten, wie in der Zeichnung (2) gezeigt. Die Kielspitze wird in den Schaft geschoben (3), so dass sich eine Schlaufe bildet. Ein sehr dünner mit Klebstoff bestrichener Lederstreifen wird durch die Schlaufe (4) und dann straff um den Schaft der Feder (5) gewickelt bis der Schaft der ganzen Länge nach umwunden wurde (6). Danach wird ein ebenfalls sehr dünnes Stück Leder um diesen Schaft gewickelt und mit  Sehnen ( oder Schusterzwirn )  am unteren und oberen Ende gebunden (7) so dass der Schaft der Zeichnung ganz links entspricht.
Bei der Kriegslanze werden die Federn dann auf einem schmalen ca. 6 cm breiten Lederstreifen so mit einem Lederband aufgefädelt, dass ein Abstand von ca. 4-5 cm zwischen den Kielen ( eine Federbreite ) verbleibt. Damit die Federn diesen Abstand exakt einhalte wird dann zwischen den Kielen ein starker Faden ( am besten wieder Schusterzwirn ) mit einer Nadel durchgezogen auf dem zwischen den einzelnen Kielschäften eine entsprechende Anzahl von Holzperlen eingefädelt wurde ( siehe oberste linke Zeichnung ).

Am Häuplingsstab wurden oft Skalplocken besiegter Feinde angebracht. Diese wurden mit einer Lederschlaufe und einem Messingröhrchen oder mit Knochenröhren bearbeitet ( siehe Zeichnung links ). Hier sollte man anstelle des Menschenhaares dann Pferdeschweifhaare verwenden (- es sei denn man hat eine opferbereite Schwester, die sich zu einer Kurzhaarfrisur überreden lässt.....). Hier wäre unter Umständen ebenfalls ein Gespräch mit dem lokalen Frisör hilfreich....