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Grundsätzliche Überlegungen zur Konzeption des Lautsprechersystems.

Nachdem im Abschnitt "Grundsätzliche Betrachtungen zur Akustik und Physik von Lautsprechern" beinahe endlos hintereinanderweg Probleme im Zusammenhang mit dem Lautsprechersystem aufgelistet wurden, soll nun fortlaufend die Beseitigung - oder zumindest Einschränkung - von Problemen erörtert werden.

Ein ganzer Pulk der erläuterten Problemen haben ihre Ursachen in der Interaktion der verschiedenen Lautsprecher untereinander. Um diese Probleme nahezu vollständig zu eliminieren, gibt es nur einen Weg:

Jeder einzelne Lautsprecher innerhalb des gesamten Lautsprechersystems muss eine eigene geschlossene Kammer erhalten. Die einzige Ausnahme darf jener Lautsprecher sein, der über seine Funktion der Rückwand für das Bassreflexsystem herangezogen wird. Und die Wände des Bassreflexsystems müssen von allen Einzelkammern der Einzellautsprecher vollständig entkoppelt sein. Ob und in wie weit einige der Einzelkammern gedämmt werden hängt von den individuellen Eigenschaften des jeweiligen Lautsprechers ab.

Um das Problem der Stehwellen abzuklären und zu unterbinden muss jede Kammer hinsichtlich der inneren Kantenlängen individuell berechnet werden und in Bezug zur jeweils abgestrahlten Frequenz gesetzt werden.

Ab dem Zeitpunkt, in dem jeder einzelne Lautsprecher seine eigene individuelle Kammer hat, können alle Lautsprecher jeweils als Einzelkomponente behandelt werden und bis auf die präzise Anpassung der Frequenzweiche und der Pegelanpassung des jeweiligen Einzelllautsprechers sind damit dann alle "Interaktionsprobleme" beseitigt ! Wichtig ist aber, dass Vibrationen an der Front des Gehäuses so gut wie möglich unterbunden werden. Dies ist aber eine Frage der Anordnung der Lautsprecher und des Maserungsverlaufes des verwendeten Holzes. As weitere Maßnahme kann die Frontplatte innen gedämmt und verstärkt werden und das verwendete Holz sollte aus mindestens siebenfach verschränktem Bootssperrholz sein. 

Hinter den individuellen Einzelkammern muss das Lautsprechersystem mit Streben verschränkt und versteift werden. Dabei muss zwischen dem Bassreflextrichter und den vorderen Einzelkammern ausreichend gedämmt werden.

Der für den Infraschall zuständige Lautsprecher soll in Richtung auf den Boden strahlen. Erstens kann der Mensch diese tiefen Frequenzen ohnehin nicht orten und zweitens können tiefe Infraschallfrequenzen gelegentlich - wenn diese direkt gerichtet sind ( besonders bei 8-9 Hz )- Übelkeit verursachen. In der bisherigen Ausführung war es nicht notwendig diese kritische Frequenz auszublenden. Lediglich der Pegel wurde in diesem Bereich direkt gemindert.

Da im oberen Hochtonbereich die Ortungsfähigkeit ebenfalls gemindert ist, können zwei der Hochtöner nach oben abstrahlen. Es sollte aber sichergestellt werden, dass kein ahnungsloser Gast denkt, das man oben auf dem Lautsprechersystem sein Whiskyglas abstellen darf. Aus diesem Grund werden auf der Oberseite der Box Piezotweeter verwendet, weil diese gegen Beschädigungen robuster sind. 

Damit muss auf der Vorderseite 9 Lautsprecher und die Öffnung des Bassreflexsystems untergebracht werden. Nach entsprechender Prüfung ergibt sich bei der Verwendung der hier gelisteten Lautsprecher die Größe der Frontplatte der Lautsprecherbox mit den Maßen 500mm mal 1650 mm.

Da hinter den internen Einzelkammern der Einzellautsprecher noch genügend Platz für ein Bassreflexsystem verbleiben soll und einige der Innenkammern über ein größeres Volumen verfügen müssen, beträgt die "Tiefe" der Lautsprecherbox 500 mm. Damit ergibt sich eine Grundfläche von 500 mm mal 500 mm.
 

 

 

 

 
Da ein Lautsprecher ( der für den Infraschall ) nach unten abstrahlt, muss ein Bodenfreiheit von mindestens 140 mm gewährleistet sein. Dies bedeutet die Box muss auf einer Art Stahlstelzen mit Hartgummifüssen und Hartgummipuffern stehen.
  Nachdem der Bassreflextrichter eingebaut ist, muss ausreichend Platz für weitere zwei bis drei Innenkammern für die Elektronik ( also die Lautsprecherweichen und die Lautsprecheranscluss- klemmen ) vorgesehen werden. Man muss später bei geschlossenen Gehäuserückwand noch an den Inhalt dieser Innenkammern gelangen können, da bei den Eichmessungen der Innenraum der Lautsprecherbox - obwohl diese luftdicht geschlossen sein muss, noch die Justierung der einzelnen Lautsprecherpegel vorgenommen werden müssen.
 
Damit Eigenresonanzen weitgehend unterbunden werden, wird beim Bau der Lautsprecherbox nur Holz verwendet mit einer Mindestdicke von 28 mm, Bei einigen statischen Verstärkungen muss Holz mit einer Stärke von mindestens 32 mm verwendet werden.  Auch der Bassreflextrichter muss mit einer Schallwanddicke von mindestens 32mm verwendet werden. Ferner darf nur das "Außengehäuse der Box "glatte" 90 Grad Winkel aufweisen. Um stehende Wellen im Gehäuse zu vermeiden, dürfen bei der Erstellung der Innenkammern nur "krumme" Winkel zwischen 48 Grad und 84 Grad bzw.  zwischen 96 Grad 124 Grad entstehen.
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© Harro Walsh