Miscellaneous                                Modellbau Elektronik

GRUNDLAGEN:
Wie mache ich eine Platine ?
Wie baue ich eine Schaltung auf einem Lochraster Board auf ?
Wie erkenne ich die Werte auf den Bauelementen ? 
Wissenswertes über Widerstände und andere Bauelemente

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Grundlagenbeitrag

 Farbcodes

Kühlung von Halbleitern

Lautsprecher und Wasser

Schaltplansymbole

Löten & Lötkolben

Platinen - Belichten & entwickeln

 Platinenherstellung - Ätzen

Bohren von Platinen
Allgemeines  

In der kleinen Navigationsleiste oben ( helllila ) , die in allen Grundlagenseiten zu sehen ist , 
kann man zu den bezeichneten Themen detaillierte Seiten für Einsteiger aufrufen.

Achtung!

Bevor Sie mit dem Nachbau beginnen, lesen Sie diese Bauanleitung erst einmal bis zum Ende in Ruhe durch, bevor Sie den Bauanleitung umsetzen, oder das Gerät in Betrieb nehmen ( besonders den Abschnitt über die Fehlermöglichkeiten und deren Beseitigung! ) und natürlich die Sicherheitshinweise. Sie wissen dann, worauf es ankommt und was Sie beachten müssen 
und vermeiden dadurch
von vornherein Fehler, die manchmal nur mit viel Aufwand wieder zu beheben sind!

Führen Sie die Lötungen und Verdrahtungen absolut sauber und gewissenhaft aus, verwenden Sie kein säurehaltiges Lötzinn, Lötfett o. ä. Vergewissern Sie sich, dass keine kalte Lötstelle vorhanden ist. Denn eine unsaubere Lötung oder schlechte Lötstelle, ein Wackelkontakt oder schlechter Aufbau bedeuten eine aufwendige und zeitraubende Fehlersuche und unter Umständen eine Zerstörung von Bauelementen, was oft eine Kettenreaktion nach sich zieht und der komplette Aufbau zerstört wird.

Beim Nachbau elektronischer Schaltungen werden Grundkenntnisse über die Behandlung der Bauteile, Löten und der Umgang mit elektronischen bzw. elektrischen Bauteilen vorausgesetzt. 

Allgemeiner Hinweis zum Aufbau einer Schaltung 

Die Möglichkeit, dass nach dem Zusammenbau etwas nicht funktioniert, lässt sich durch einen gewissenhaften und sauberen Aufbau drastisch verringern. Kontrollieren Sie jeden Schritt, jede Lötstelle zweimal, bevor Sie weitergehen! Halten Sie sich an die Bauanleitung! Machen Sie den dort beschriebenen Schritt nicht anders und überspringen Sie nichts ! Haken Sie jeden Schritt doppelt ab: einmal fürs Bauen, einmal fürs Prüfen.

Nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit: Basteln ist keine Akkordarbeit, denn die hier aufgewendete Zeit ist um das dreifache geringer als jene bei der Fehlersuche. Eine häufige Ursache für eine Nichtfunktion ist ein Bestückungsfehler, z. B. verkehrt eingesetzte Bauteile wie ICs, Dioden und Elko´s. Beachten Sie auch unbedingt die Farbringe der Widerstände, da manche leicht verwechselbare Farbringe haben.

Achten Sie auch auf die Kondensator-Werte z. B. n 10 = 100 pF (nicht 10 nF). Dagegen hilft doppeltes und dreifaches Prüfen.

Achten Sie auch darauf, dass alle IC-Beinchen wirklich in der Fassung stecken. Es passiert sehr leicht, dass sich eines beim Einstecken umbiegt. Ein kleiner Druck, und das IC muss fast von selbst in die Fassung springen. Tut es das nicht, ist sehr wahrscheinlich ein Beinchen verbogen.

Stimmt hier alles, dann ist als nächstes eventuell die Schuld bei einer kalten Lötstelle zu suchen. Diese unangenehmen Begleiter des Bastlerlebens treten dann auf, wenn entweder die Lötstelle nicht richtig erwärmt wurde, so dass das Zinn mit den Leitungen keinen richtigen Kontakt hat, oder wenn man beim Abkühlen die Verbindung gerade im Moment des Erstarrens bewegt hat.

Derartige Fehler erkennt man meistens am matten Aussehen der Oberfläche der Lötstelle. Einzige Abhilfe ist, die Lötstelle nochmals nachzulöten.

Bei 90 % der fehlerhaften Platinen handelt es sich um Lötfehler, kalte Lötstellen, falsches Lötzinn usw.. So manches fehlerhafte “Meisterstück” zeugte von nicht fachgerechtem Löten. Verwenden Sie deshalb beim Löten nur richtigen  Elektronik-Lötzinn mit der Bezeichnung “SN 60 Pb” (60 % Zinn und 40 % Blei). Dieses Lötzinn hat eine Kolophoniumseele, welche als Flussmittel dient, um die Lötstelle während des Lötens vor dem Oxydieren zu schützen. Andere Flussmittel wie Lötfett, Lötpaste oder Lötwasser dürfen auf keinen Fall verwendet werden, da sie säurehaltig sind. Diese Mittel können die Leiterplatte und Elektronik- Bauteile zerstören, außerdem leiten sie den Strom und verursachen dadurch Kriechströme und Kurzschlüsse.

Ist bis hierher alles in Ordnung und läuft die Sache trotzdem noch nicht, dann ist wahrscheinlich ein Bauelement defekt.

Wenn Sie Elektronik-Anfänger sind, ist es in diesem Fall das Beste, Sie ziehen einen Bekannten zu Rate, der in Elektronik ein bisschen versiert ist und eventuell nötige Messgeräte ( z.B. digitales Multimeter )besitzt.

Achten Sie beim Einlöten der Bauelemente darauf, dass diese (falls nicht Gegenteiliges vermerkt) ohne Abstand zur Platine eingelötet werden. Alle überstehenden Anschlussdrähte werden direkt über der Lötstelle abgeschnitten.

Da es sich bei diesem Bausatz teilweise um sehr kleine, bzw. eng beieinanderliegende Lötpunkte handelt (Lötbrückengefahr), darf hier nur mit einem Lötkolben mit kleiner Lötspitze gelötet werden. Führen Sie die Lötvorgänge und den Aufbau sorgfältig aus.

Für ganz feine Arbeiten an Platinen für den Modellbau und Fernsteuerungen eignet sich am Besten 
eine Lötnadel und ganz dünnes Lötzinn mit 0,5 mm Durchmesser. Wer noch nicht über ausreichende Erfahrung verfügt sollte den Grundlagenbeitrag über das Löten und Lötkolben lesen.

Verwenden Sie auf jeden Fall gutes Werkzeug. Ein stumpfer Seitenschneider kann nicht ohne Gewalt Anschlussdrähte kürzen und birgt die Gefahr das Platine oder Bauteil beschädigt wird. Schlechte Lötspitzen am Lötkolben bergen ebenfalls die Gefahr das Bauteile zerstört werden könnten durch zu lange Lötzeit oder Bildung von Lötbrücken !

Es empfiehlt sich sonst gutes Werkzeug neu anzuschaffen und nur für Elektronikarbeiten zu verwenden, also diesen Seitenschneider nicht für das Kürzen von Stahl zu verwenden  .... damit die Schneide nicht beschädigt wird  .....

II.  Baustufe I:

Montage der Bauelemente auf der Platine

1.1 Widerstände

Bei vielen Platinen für Modellbau werden Widerstände häufig stehend eingebaut. Zuerst wird jeweils ein Anschlussdraht eines Widerstandes entsprechend dem Rastermaß um 180° umgebogen und in die vorgesehenen Bohrungen (lt. Bestückungsplan) gesteckt. Damit die Bauteile beim Umdrehen der Platine nicht herausfallen können, biegen Sie die Anschlussdrähte der Widerstände ca. 45° auseinander, und verlöten diese dann sorgfältig mit den Leiterbahnen auf der Rückseite der Platine. Anschließend werden die überstehenden Drähte abgeschnitten. Es empfiehlt sich Widerstände bei hochstehender Montage so einzusetzen, dass die Drähte sich nicht berühren können oder mit abgeschnittenen übergestülpten Kabelmänteln zu isolieren.

Bei den verwendeten 1/10 Watt Widerständen können je nach Ausführung Kohleschicht- oder Metallfilm Widerstände beiliegen. Kohleschicht-Widerstände haben eine Toleranz von 5% und sind durch einen goldfarbigen „Toleranz- Ring“ gekennzeichnet und besitzen normalerweise vier Farbringe. Metallfilm-Widerstände haben eine Toleranz von nur 1%. Dies wird durch einen braunen „Toleranz-Ring“ dargestellt, der etwas breiter aufgedruckt ist als die restlichen vier Farbringe.

Dadurch soll eine Verwechslung mit einem normalen „Wert- Ring“ mit der Bedeutung „1“ verhindert werden. Zum Ablesen des Farbcodes wird der Widerstand so gehalten, dass sich der goldfarbige Toleranzring auf der rechten Seite des Widerstandskörpers befindet. Die Farbringe werden dann von links nach rechts abgelesen ( siehe Widerstandscodes ) !


1.2 Kondensatoren

Stecken Sie die Kondensatoren in die entsprechend gekennzeichneten Bohrungen, biegen Sie die Drähte etwas auseinander und verlöten diese sauber mit den Leiterbahnen. Bei den Elektrolyt- Kondensatoren ( Elko´s ) ist auf Polarität zu achten (+ -).

Achtung!

Je nach Fabrikat weisen Elektrolyt-Kondensatoren ( = Elko ) verschiedene Polaritätskennzeichnungen auf. Einige Hersteller kennzeichnen „+“, andere aber „-“. Maßgeblich ist die Polaritätsangabe, die vom Hersteller auf dem Elko aufgedruckt ist.
z.B.:



1.3 Drossel-Spulen

BHF-Drossel, deren Windungen durch die Längsbohrungen des kleinen Ferritkerns führen.

Hier werden die Anschlüsse dem Raster entsprechend abgewinkelt (darauf achten, dass die Windungen mit den abgewinkelten Drähten keinen Kurzschluss verursachen) und in die vorgesehenen Bohrungen gesteckt. Anschließend werden die Anschlussdrähte auf der Leiterbahnseite verlötet.

1.4 Diode

Nun werden die Anschlussdrähte der Diode entsprechend für den stehenden Einbau abgebogen und in die vorgesehenen Bohrungen (lt. Bestückungsdruck) gesteckt. Achten Sie hierbei unbedingt darauf, dass die Diode richtig gepolt (Lage des Kathodenstriches) eingebaut wird.

Damit das Bauteil beim Umdrehen der Platine nicht herausfallen kann, biegen Sie die Anschlussdrähte der Diode ca. 45° auseinander, und verlöten diese bei kurzer Lötzeit mit den Leiterbahnen.

Dann werden die überstehenden Drähte abgeschnitten.
z.B.:

1.5 Leuchtdiode (LED)

Löten Sie die LED´s polungsrichtig in die Platinen ein. Das kürzere Anschlussbeinchen kennzeichnet die Kathode. Betrachtet man eine Leuchtdiode gegen das Licht, so erkennt man die Kathode an der größeren Elektrode im Inneren der LED.

Am Bestückungsaufdruck wird die Lage der Kathode durch einen dicken Strich im Gehäuseumriss der Leuchtdiode dargestellt. Löten Sie zunächst nur ein Anschlussbeinchen der Diode fest, damit diese noch exakt ausgerichtet werden kann. Ist dies geschehen, so wird der zweite Anschluss verlötet.

Fehlt eine eindeutige Kennzeichnung einer LED oder sind Sie sich mit der Polarität in Zweifel (da manche Hersteller unterschiedliche Kennzeichnungsmerkmale benutzen), so kann diese auch durch Probieren ermittelt werden. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

Man schließt die LED über einen Widerstand von ca. 270 R ( bei Low Current LED 4 k 7) an eine Betriebsspannung von ca. 5 V (4,5 V oder 9 V-Batterie) an.

Leuchtet dabei die LED, so ist die „Kathode“ der LED richtigerweise mit Minus verbunden. Leuchtet die LED nicht, so ist diese in Sperrichtung angeschlossen (Kathode an Plus) und muss umgepolt werden.

LED wird in Sperrichtung angeschlossen und leuchtet demzufolge nicht. (Kathode an "+")

LED mit Vorwiderstand in Durchlassrichtung angeschlossen, sie leuchtet (Kathode an "-")

1.6 Transistoren

Transistoren werden entsprechend dem Bestückungsaufdruck eingesetzt und auf der Leiterbahnseite verlötet.

Beachten Sie dabei die Lage: Die Gehäuse-Umrisse der Transistoren müssen mit denen des Bestückungsaufdruckes übereinstimmen.

Orientieren Sie sich hierbei an der abgeflachten Seite der Transistorgehäuse. Die Anschlussbeine dürfen sich auf keinen Fall kreuzen, außerdem sollten die Bauteile mit 2 mm Abstand zur Platine eingelötet werden.

Achten Sie auf kurze Lötzeit, damit die Transistoren nicht durch Überhitzung zerstört werden.
z.B.:



1.7 Leistungstransistor

Beim Einlöten verschrauben Sie zunächst den einen Sechskant-Bolzen mit der Platine. Anschließend biegen Sie die Anschlüsse vom Leistungstransistor rechtwinkelig ab, und verschrauben  den Leistungstransistor provisorisch mit dem Abstandsbolzen.

Anschließend verlöten Sie die Anschlussbeinchen des Leistungstransistors auf der Leiterbahnseite der Platine.

Drehen Sie jetzt die Schraube vom Leistungstransistor wieder heraus, und verschrauben die Platine dem Kühlkörper ( dient zur besseren Abfuhr der Verlustwärme vom Leistungstransistor ). Beim Einbau der Platine ist darauf zu achten, dass diese seitlich keinen Kontakt mit dem Kühlkörper hat.


1.8 IC-Fassung

Stecken Sie die Fassung für den integrierten Schaltkreis ( IC ) in die entsprechende Position auf der Bestückungsseite der Platine.

Achtung!

Beachten Sie die Einkerbung oder eine sonstige Kennzeichnung an einer Stirnseite der Fassung. 
Dies ist die Markierung (Anschluss
1) für das IC, welches später einzusetzen ist. 
Die Fassung
muss so eingesetzt werden, dass diese Markierung mit der
Markierung 
am Bestückungsaufdruck übereinstimmt!

Um zu verhindern, dass beim Umdrehen der Platine ( zum Löten ) die Fassung wieder herausfällt, werden zwei schräg gegenüberliegende Pins der Fassung umgebogen und danach alle Anschlussbeinchen verlötet.

1.9 Integrierte Schaltung (IC)

Zum Schluss wird der integrierte Schaltkreis polungsrichtig in die vorgesehene Fassung gesteckt.

Integrierte Schaltungen ( IC´s ) sind von der Bauart her eigentlich nicht dafür gedacht höhere Lasten zu treiben. Dies ist wichtig zu wissen bei den hier eingestellten Bauanleitungen. Bei höheren Leistungen entwickelt jedes elektronische Bauelement nämlich proportional auch höhere Temperaturen. Bei den IC´s, die etwa 1 bis 2 Watt Ausgangsleistung entfalten halten sich Temperaturentwicklungen noch in Grenzen. aber diejenigen, bei denen Leistungen von 4 Watt und mehr abgegeben werden, ist dieser Faktor zu beachten und es sind Maßnahmen zur entsprechenden Kühlung vorgeschrieben. Beim TBA388 z.B. wird im Datenblatt nicht explizit auf dieses Thema hingewiesen - man kann aber durch die entsprechende Ausgestaltung größerer Flächen in denen die "Masse-Pins" eingelötet werden nachher über die IC-Beinchen Wärme vom IC ableiten. Beim TBA 810 A oder AS hingegen gibt es im Datenblatt sogar ausführliche Vorschriften zur Kühlung dieser IC´s durch einlöten von Kühlflächen in vorgeschriebener Mindestgröße. Anders liegt die Sache bei den IC´s im sogenannten Pentawattgehäuse ( die sehen aus wie zu breit geratene Leistungstransistoren ) die eine große Metallfläche aufweisen ( TDA2003, TDA2009, TDA 1519 und ähnliche ). Diese müssen mit entsprechenden Kühlkörpern versehen werden um korrekt zu arbeiten, wenn diese die vollen 11 Watt oder 22 Watt leisten sollen. Dies hat auch Folgen beim Einbau in ein Gehäuse.  Das Gehäuse muss dann nämlich einen Luftaustausch haben, damit die Hitze auch raus kann. Die Hinweise zur Kühlung der IC´s sollten also genau gelesen und beachtet werden, da sonst diese IC´s nicht korrekt arbeiten können.

Achtung!

Integrierte Schaltungen sind sehr empfindlich gegen falsche Polung! Achten Sie deshalb auf die 
entsprechende Kennzeichnung des ICs (Kerbe oder Punkt).

Das Bauteil ist ein besonders empfindliches CMOS-IC, das bereits durch statische Aufladung 
zerstört werden kann. MOS-Bauelemente sollen deshalb nur am Gehäuse angefasst werden, 
ohne dabei die Anschlussbeinchen zu berühren.

Integrierte Schaltungen dürfen grundsätzlich nicht bei anliegender Betriebsspannung gewechselt 
oder in die Fassung gesteckt werden!

2.0 Servo-Anschlussleitung

Nun wird das Servo-Kabel in die Schaltung eingelötet. Beachten Sie die Farbbelegung des Servo-Kabel ! 
Hier wurde folgende Farbbelegung gewählt:

rot -> plus +
schwarz -> minus -
gelb -> Impuls

3. Abschließende Kontrolle

Kontrollieren Sie nochmal vor Inbetriebnahme der Schaltung, ob alle Bauteile richtig eingesetzt und gepolt sind. Sehen Sie auf der Lötseite (Leiterbahnseite) nach, ob durch Lötzinnreste Leiterbahnen überbrückt wurden, da dies zu Kurzschlüssen und zur Zerstörung von Bauteilen führen kann.

Ferner ist zu kontrollieren, ob abgeschnittene Drahtenden auf oder unter der Platine liegen, da dies ebenfalls zu Kurzschlüssen führen kann.

Die meisten Fehler bei Platinen sind auf schlechte Lötung (kalte Lötstellen, Lötbrücken, falsches oder ungeeignetes Lötzinn usw.) zurückzuführen.

III. Baustufe II:

Anschluss / Inbetriebnahme

2.1 Nachdem die Platine bestückt und auf eventuelle Fehler ( schlechte Lötstellen, Zinnbrücken ) untersucht wurde, kann ein erster Funktionstest durchgeführt werden.

Beachten Sie, dass Platinen nur mit gesiebter Gleichspannung aus einem Netzgerät oder mit einer Batterie/Akku versorgt werden darf. Diese Spannungsquelle muss auch den nötigen Strom liefern können.

Autoladegeräte oder Spielzeugeisenbahntrafos sind hierbei als Spannungsquelle nicht geeignet und führen zur Beschädigung von Bauteilen bzw. zur Nichtfunktion der Baugruppe.

Sicherheitshinweise :  Lebensgefahr
Verwenden Sie ein Netzgerät als Spannungsquelle, so muss dies unbedingt den VDE-Vorschriften entsprechen !

2.2 Die entsprechenden Anschlussdrähte ( Spannungsein- und Spannungsausgang ) werden direkt auf die Unterseite der Platine gelötet.

2.3 Auf der mit „IN“ bezeichneten Seite ( Leiterbahnseite ) schließen Sie an die angelöteten Kabel eine Spannung, die ca. 6V betragen soll, polungsrichtig an.

Beachten Sie dabei unbedingt die Polarität, da sonst Bauelemente zerstört werden.

2.4 Nach dem Anlegen der Eingangsspannung muss die LED leuchten.

2.5 An den Ausgangskabeln ( gegenüberliegende Seite ) messen

Sie jetzt die anliegende Spannung. Sie müsste bei etwa 4,7 V liegen.

2.6 Ist bis hierher alles in Ordnung, so überspringen Sie die nachfolgende Fehler-Checkliste.

2.7 Sollte wider Erwarten die LED nicht leuchten, eine wesentlich höhere Spannung gemessen werden oder sonst eine Fehlfunktion zu erkennen sein, so schalten Sie sofort die Betriebsspannung ab und prüfen die komplette Platine noch einmal nach folgender Checkliste.

Checkliste zur Fehlersuche

Haken Sie jeden Prüfungsschritt ab!

 - Bevor Sie mit der Überprüfung der Schaltung beginnen, trennen Sie diese unbedingt von der Betriebsspannung.

 - Ist die Betriebsspannung richtig gepolt?

 - Sind die Widerstände wertmäßig richtig eingelötet? Überprüfen Sie die Werte noch einmal nach der Bauanleitung.

 - Ist die Diode richtig gepolt eingelötet? Stimmt der auf der Diode angebrachte Kathodenring mit dem Bestückungsaufdruck 
   auf der Platine überein?

 - Sind die Transistoren richtig herum eingelötet? Überkreuzen sich ihre Anschlussbeinchen? Stimmt der Bestückungsaufdruck  
   mit den Umrissen der Transistoren überein?

 - Sind jeweils die richtigen Transistor-Typen eingelötet ? Überprüfen Sie die Typenbezeichnungen noch einmal mit der 
   Stückliste ( drei unterschiedliche Typen sind möglich ) und auf dem
Bestückungsaufdruck.

 - Sind die Elektrolyt-Kondensatoren richtig gepolt? Vergleichen Sie die auf den Elko´s aufgedruckte Polaritätsangabe noch 
   einmal mit dem auf der Platine aufgebrachten
Bestückungsaufdruck bzw. mit dem Bestückungsplan in der Bauanleitung. 
   Beachten Sie, dass je nach Fabrikat der Elko´s
„+“ oder „-“ auf den Bauteilen gekennzeichnet sein kann!

 - Ist die LED richtig gepolt eingelötet? Betrachtet man eine Leuchtdiode gegen das Licht, so erkennt man die Kathode an 
   der größeren Elektrode im Inneren der
LED. Am Bestückungsaufdruck wird die Lage der Kathode durch einen dicken Strich 
   im Gehäuseumriss der Leuchtdiode
dargestellt.  

 - Ist der Transistor richtig herum eingelötet? Überkreuzen sich seine Anschlussbeinchen?  

 - Befindet sich eine Lötbrücke oder ein Kurzschluss auf der Lötseite? Vergleichen Sie Leiterbahnverbindungen, die eventuell 
   wie
eine ungewollte Lötbrücke aussehen, mit dem Leiterbahnbild (Raster) des Bestückungsaufdrucks und dem Schaltplan in 
   der Anleitung, bevor Sie eine Leiterbahnverbindung (vermeintliche
Lötbrücke) unterbrechen!

Um Leiterbahnverbindungen oder -unterbrechungen leichter feststellen zu können, halten Sie die gelötete Printplatte gegen 
das Licht und suchen von der Lötseite her nach diesen
unangenehmen Begleiterscheinungen.

 - Ist eine kalte Lötstelle vorhanden?

Prüfen Sie bitte jede Lötstelle gründlich! Prüfen Sie mit einer Pinzette, ob Bauteile wackeln! Kommt Ihnen eine Lötstelle  
verdächtig vor, dann löten Sie diese sicherheitshalber noch
einmal nach!

 - Prüfen Sie auch, ob jeder Lötpunkt gelötet ist; oft kommt es vor, dass Lötstellen beim Löten übersehen werden.

 - Denken Sie auch daran, dass eine mit Lötwasser, Lötfett oder ähnlichen Flussmitteln oder mit ungeeignetem Lötzinn gelötete
  
Platine nicht funktionieren kann. Diese Mittel sind leitend und verursachen dadurch Kriechströme und Kurzschlüsse.

 - Beim Einbau der Platine ist darauf zu achten, dass diese seitlich keinen Kontakt mit dem Kühlkörper hat.

2.8 Sind diese Punkte überprüft und eventuelle Fehler korrigiert worden, so schließen Sie die Platine nach wieder an.
      Ist
durch einen eventuell vorhandenen Fehler kein Bauteil in Mitleidenschaft gezogen worden, muss die Schaltung 
      nun
funktionieren.

Die vorliegende Schaltung kann nun nach erfolgtem Funktionstest und Einbau in ein entsprechendes Gehäuse und unter 
Einhaltung der VDE-Bestimmungen für den vorgesehenen
Zweck in Betrieb genommen werden.

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  Wie baue ich eine Schaltung auf einem Lochraster Board auf ?



Obwohl Lochrasterplatten sich gerade für Anfänger eigentlich für den Aufbau einer Schaltung eignen, dürfte in diesem Fall einiges eher gegen die Verwendung von Lochrasterplatten sprechen. Zum einen birgt dieser Aufbau das Risiko von fehlern, weil vielleicht übersehen wird eine Leiterbahn an einer wichtigen Stelle zu unterbrechen und dann ein Kurzschluss entstehen könnte. Zum anderen kommt es ja beim Modellbau darauf an, dass die Platinen möglichst klein und leicht sind. Bei geätzten Platinen kann eine höhere "Packungsdichte" - also mehr Bauelemente bei kleinerem Platzverbrauch - erreicht werden. Geätzte Platinen sind auch beim kontrollieren leichter zu prüfen, weil diese übersichtlicher sind.
 
  1. Wie mache ich eine Platine ?

Sicherheitshinweise : 
Bei der Herstellung von Platinen werden sehr gefährliche Stoffe 
und gefährliche Lichtquellen verwendet. 
Die Sicherheitshinweise sind nicht zum Spass hier ! 
Sie dienen vielmehr dem Schutz von Gesundheit und Leben 
und sind daher unbedingt durchzulesen und zu beachten !!! 


2. Direkt zeichnen ?

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit Platinen in der Form herzustellen, dass man die Leiterbahnen auf dem kupferkaschierten Material aufzeichnet oder aufklebt. Allerdings kommen meist dabei nur bei einfachen Platinen brauchbare Ergebnisse heraus - wenn die Leiterbahnen nicht zu dicht beieinander liegen. Oft wird dabei auch übersehen, dass die Hand Schweiß absondert und beim Zeichnen Fett von der Haut  auf die Kupferfläche gelangt. Das fett verschlechtert das Ergebnis beim Ätzen der Platine und die Fettsäuren, die die Hand absondert, können auf dem Kupfer - wenn sie nicht sofort entfernt werden - diese Kupferschicht auf die Dauer zerstören, so dass diese nicht mehr leitfähig ist. Wenn man dieses Verfahren verwendet sollte also unter dem aufliegenden Handballen immer eine dünne Schutzunterlage dazwischen gelegt werden, damit die Kupferfläche nicht versehentlich berührt wird. Zur Verwendung kommen entweder spezielle Lackstifte ( feine Spitze und permanenter resistenter Lack ). Derartige Lackstifte sind im Elektronikfachhandel erhältlich ( z.B. Conrad, Bürklin oder Holzinger ). Unter bestimmten Bedingungen kann dieses Verfahren Sinn machen, wenn die Platine sehr einfach ist und damit das herstellungsverfahren verkürzt wird.

Es gibt Leute, die auch stattdessen Aufreibesymbole verwenden - nur die lösen sich regelmäßig ab beim ätzen, weil das Säurebad über 40 Grad warm ist und dann der Klebstoff nicht hält und sich die Symbole ablösen. Und bei kalten Ätzbädern kann die Säure nicht ordentlich das Kupfer wegätzen... Deshalb kann ich von diesem verfahren nur dringend abraten.

Grundlagenbeitrag Belichten und Entwickeln von Platinen

Grundlagenbeitrag Ätzen von Platinen

3. Bestücken

Vor dem Bestücken sollte man auf der Oberseite der Platine noch mit einem permanent Markerstift die Bestückung zeichnen. Dies hilft oft noch Stellen zu finden, bei denen man vergessen hat zu Bohren.

Ist die Bestückungszeichnung gemacht, bestückt man zuerst die flachen Bauelemente lötet diese fest und arbeitet sich dann schrittweise zu den höheren Bauelementen vor. Zwischen den einzelnen Baustufen sollten jeweils die Bauelemente mit gleicher Bauhöhe gelötet werden.

 
     
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© Harro Walsh