Budosports -  SHAOLIN
                                         
HINWEIS: die auf den Folgeseiten gezeigten Videoclips
                                dienen nur zum Anschauungsunterricht   - NICHT ZUR NACHAHMUNG ! 
                                     Ohne fachkundige Anleitung drohen schwerste Verletzungen !

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Das Shaolin Kung Fu ( heutige moderne Form : Wu Shu - Schule ) ist in seine Ursprüngen genau genommen auf einen Zeitraum um ca. 650 - 700 nach Christus datierbar - unter der Voraussetzung dass man Tai Chi als eigenständige Form betrachtet und auf einen Entstehungszeitraum auf ca. 700 vor Christus datiert.

Die Entstehung des Buddhismus wird auf den Zeitraum um 650 n. Christus datiert. Um diese Zeit etwa übernahmen auch die ehemals taoistischen Klöster die neue Lehre sehr rasch. Im Gegensatz zu den Buddhisten war den taoistischen Mönchen das tragen von Waffen zur Selbstverteidigung gestattet. Da die buddhistischen Mönche auf ihren Wanderungen wegen ihrer Friedfertigkeit und Waffenlosigkeit immer häufiger Opfer von Banditen und Raubüberfällen wurden, begann man in der Tradition des Tai Chi die Bewegungsabläufe zu optimieren, damit die Mönche ( zumindest anfangs ) sich mit dem Wanderstab und ohne Waffen sich verteidigen konnten.

Dieser Wanderstab wurde dann von Kampfmönchen noch "überarbeitet" und "verbessert", indem er zuerst aus 2 Teilen zusammensteckbar gemacht wurde. Später wurden die beiden Teile - im Hohlraumbereich in dem die beiden Teile zusammengesteckt wurden - noch mit einer Kette verbunden. Aus diesem 2-teiligen "flexiblen" Stab wurde im Rahmen einer weiteren "Überarbeitung" dann der 3-gliedrige Stab, der zusammengesteckt als Wanderstab diente und im auseinandergezogenen Zustand eine äußerst wirkungsvolle Verteidigungswaffe - sogar gegen Schwerter, Speer und Helebarde wurde. Dabei wurden diese Stäbe an den kritischen Teilen mit Metallröhren "ummantelt", um das Holz gegen die Schneiden der Schwerter und Helebarden zu schützen und um die verbindende Kette zu verbergen. Diese zwei- und dreigliedrigen Waffen wurden später auch in Japan - speziell auf Okinawa 250 Jahre später unter der japanischen Besatzung, als den Bauern das Tragen von Waffen bei Todesstrafe verboten wurde, "wiederentdeckt" und aus den kurzen Reisdreschflegel entwickelte sich das "Nunchaku" und der "Wanderstab" wurde in seiner dreigliedrigen Form im geheimen ebenfalls "wiederentdeckt". Beide Formen dieser Waffen werden heute im "Kobudo" trainiert.

Parallel dazu gab es findige Mönche, die anstelle der üblichen Kordel eine Kette als "Gürtel" benutzten - die diese dann im Kampf einsetzten. An den Enden wurden dann in den Trodeln Gewichte aus Metall verborgen, damit an den Enden der Kette ungeheuere Zentrifugalkräfte wirksam wurden. Diese Ketten die damals noch im Geheimen eingesetzt wurden fanden später in Japan bei den Ninja als "Manriki Kusari" eine "Wiederauferstehung".

Eine Besonderheit bei allen Techniken des Shaolin Kung Fu war immer die Integration des Wissens um Akupunktur-  und Nervenknotenpunkte, die später in anderen Kampfsystemen als "geheimes Wissen" weitergegeben wurden.

Ein weiterer besonderer Punkt war die Fähigkeit mittels Atmung und Konzentration das "CHI" - die innere Kraft - auf ganz kleine begrenzte Körperteile zu fokussieren und diese damit nahezu "unverwundbar" und den "Meister" ( Sifu) damit auch nahezu unbesiegbar zu machen. Gerade diese Fähigkeit trug im wesentlichen dazu bei den Mythos des Shaolin Kung Fu zu begründen.

Ein weiteres hervorstechendes Merkmal des Shaolin Kung Fu und des später daraus abgeleiteten Wu Shu ist die Bindung bestimmter Techniken an tierische Vorbilder, wie den Affen, Kranich, Adler, Tiger oder die Schlange. Manchmal war die Technik zuerst da und die Ähnlichkeit mit einem Tier stand "Pate" für den Namen - der Kranich-Stand  ist ein solches Beispiel - und manchmal war es umgekehrt und die Beobachtung eines Verhaltens von einem Tier war Anlass eine bestimmte Technik zu entwickeln, um dann die Technik nach dem Vorbild zu benennen - für ein solches Beispiel sei hier die Tigerprankentechnik oder gar der Affenstil ( Iron Monkey ) benannt. Auch der "Drunken Master" ist ein solches Beispiel - in dem die Nachahmung eines Betrunkenen eine Kampfuntauglichkeit vorgegaukelt wird, um den Gegner in Sicherheit zu wiegen, obwohl der Kämpfer in Wirklichkeit "stocknüchtern" ist.

Eine ganze Gruppe von Schlagtechniken mit den Fingerspitzen auf neuronale Knotenpunkte zum Beispiel wurde zu einer Gruppe zusammengefasst und im späteren Verlauf als "Schlangenstil" bekannt. Obwohl überwiegend die Meinung vorherrscht, daß alle Tierstile erst aus der Beobachtung der als Vorbilder dienenden Tiere entstanden seien, ist es wohl tatsächlich nur etwa bei 40% der Stile so, das diese den Tieren "abgekupfert" wurden. Bei mindestens 60% der Techniken waren zuerst die Techniken da ( diese Techniken existierten bereits schon als "Formen" im alten Tai Chi ) und die Techniken wurden im nachhinein wegen ihrer Ähnlichkeit mit den entsprechenden Tieren assoziiert.