BUDOSPORTS - Ninjutsu                     Ninjutsu Waffen  Index

PAGE 00

move to page     Index 00       1 2 3 4 5 6 7   
                                       

Zurück zur Übersicht


 
Das Shaken

Korrekt übersetzt "Wurfschwert" - in Europe häufig als Wurfstern bezeichnet - ist in den verschiedensten Formen existent. Oft kann man sogar an der Art der Fertigung erkennen, von welchem Clan der Shaken stammt, da diese innerhalb des jeweiligen Clans oft vom selben Schmied hergestellt wurden.

Auch hinsichtlich der Grösse variieren diese Shaken von einem Durchmesser mit 6 cm bis hin zu 14 cm. Es gibt Shaken, die sich "zusammenklappen" lassen ( links im Foto sind drei dieser "klappbaren" Varianten zu sehen ). 

Im praktischen Einsatz wurden die Shakenkanten bzw. Spitzen mit einem starken Gift eingerieben, der den Gegner innerhalb weniger Minuten ausser Gefecht setzte indem dieser sehr schnell haluzinierte und nach einigen Minuten durch Atemlähmung tötete. 

Von einigen Clans wurde auch das Gift des Kugelfisches oder der Kegelschnecke verwendet, dass sogar innerhalb von Sekundenbruchteilen tötet.

Es gibt aber auch Techniken, bei denen bei denen Shaken in der Hand behalten werden und wie Messer genutzt werden. Für solche Techniken werden aber dann regelmäßig Shaken verwendet, die nur vier- oder dreizackig sind und deren Kanten im Zentrum nicht scharf geschliffen sind, weil diese ( ähnlich wie ein Schlagring ) gehalten werden.

 

Im hier verlinkten Clip werden Techniken sowohl mit Shaken "in der Hand" und bei Wurftechniken gezeigt und es wird auch gezeigt, wie man geworfene Shaken mit einem Stab ( es wäre auch mit dem Schwert nach dem gleichen Prinzip möglich ) abwehrt. Zum ansehen des Clips hier auf dem Text klicken.  

Im Bild links ist eine grössere Sammlung verschiedenster historischer Shaken zu sehen.

 

Mit diesem textlink kommt man ebenfalls zu einem Clip, in dem Schakentechniken gezeigt werden.

 
Das Shuriken

Das Shuriken ist ein Wurfpfeil/Wurfmesser. Es wird aber auch bei vielen Techniken des Ninjutsu eingesetzt ohne es zu werfen. In solchen Fällen wird die Spitze mit der Hand in Nervenzentren oder vitale Punkte des Gegners gedrückt und der Gegner unmittelbar ausser Gefecht gesetzt. Genauso wie das Shaken, haben die Shuriken die verschiedensten Formen und Grössen. Man kann oft an der Art der Ausführung des Shurikens auch wieder - genauso wie beim Shaken - erkennen von welchem Clan der verwendete Shuriken stammt. Auch hier wurden diese Waffen im Geheimen meist nur von einem Schmied des Clans hergestellt.

In rechten Bild ganz Links ist noch eine ganz besondere Form des Shurikens zu sehen. In Fällen in denen Samurai einem Ninjaclan angehörten, hatten diese häufig links und rechts von der Schwertklinge in der Scheide zusätzlich noch zwei Shuriken eingearbeitet. In solchen Fällen wurden in der Tsuba ( also dem Klingenschutz ) des Schwertes zusätzliche Aussparungen / Durchbrüche angebracht, so dass die Shuriken so aussahen, als ob diese zum Griff des Schwertes ( dies gilt sowohl für die Variation mit dem Langschwert - also der Katana-, als auch für die Variation mit dem Dolchschwert - also dem Tanto -)gehören würden. Die Shuriken wurden dann mit der rechten Hand den Griff des Schwertes umfassend gleichzeitig mit dem Schwert gezogen. Es folgte dann oft ein mit der linken Hand ablenkender Hieb des Schwertes, während mit der rechten Hand gleichzeitig die beiden in der rechten Hand verbliebenden Shuriken geworfen wurden.

 

In Ninja lans waren oft auch die Frauen voll in den Künsten der Ninja ausgebildet und beherrschten alle Kampftechniken. Nicht selten findet man deshalb bei den historischen Exemplaren der Shuriken Variationen, die als "Haarnadeln" verwendet wurden um kunstvoll eine Frisur einer Geisha hoch zu stecken. Es geht sogar soweit, dass in manchen Fällen sich sogar Männer des Clans sich als Geishas zurechtmachten. Es gehört zu den Künsten der Ninja oft auch mit Täuschung oder mit Verkleidung zu "arbeiten".
Im Bild rechts ist wieder eine größere Sammlung an historischen Shuriken zu sehen. Manche Shuriken ( z.B. untere Reihe zweiter von links ) sich sogar speziell hinsichtlich der "Flugeigenschaften" "optimiert". Solche "optimierten" Variationen konnten im Gegensatz zu den "Standardvariationen" sogar auf Entfernungen über mehr als 20 Meter hinweg eingesetzt werden. Die "Nagel-ähnlichen" Shuriken wurden sogar häufiger in Gruppen abgeworfen - bis zu vier Shuriken mit einem Wurf. Genauso wie bei den Shaken, kam es auch häufig bei den Shuriken vor, dass die Spitzen vergiftet wurden.
Dieser Textlink ruft eine Seite mit einen Clip auf, in dem sowohl Wurftechniken als auch Kampftechniken mit dem Shuriken gezeigt werden. Einfach auf den Text klicken.
Kakushi Buki

Das Kakushi Buki ( die Handklaue ) ist eine äußerst vielseitige Waffe. Mit ihr kann man einen Schwertangriff abwehren, einen Gegner an neuralgischen Punkten verletzen, oder die Klaue als Werkzeug beim Klettern einsetzen. Das Kakushi Buki konnte sowohl mit der hand als auch mit dem Fuß ( gerade beim Klettern ) verwendet werden.

Es gibt zwei Filmclips mit Beispielen zum Einsatz des Kakushi Buki. Mit diesem Textlink gelangt man zum ersten Filmclip. Hier auf den Text klicken.

Mit diesem Textlink gelangt man zum zweiten Filmclip. Hier auf den Text klicken.
Kusari

Kusari ( die Kette ) wird in den verschiedensten Ausführungen verwendet. Diese Waffe wurde nicht nur im Ninjutsu verwendet, sondern viele normale Samurai waren im Umgang mit der Kette bewandert. Deshalb gibt es eine Seite über Kusari auch beim OkinawaTe. die dort vorgestellten Variationen wurden vor allem auf Okinawa verwendet und in den beiden "Hauptstädten" Kyoto und Edo in den Palästen des Tenno wurden die Kusari auch von den Samurai, die als Palastwachen dienten, benutzt, weil das Tragen von Schwertern im Palast verboten war.

Die Fotos rechts zeigen Kusari in den verschiedensten Formen und Längen. Während der linke Schaukasten sozusagen "offizielle" Kusaris zeigt - also Variationen, die weitverbreitet und bekannt waren - so sind im linken Schaukasten die "inoffiziellen" (geheimen) Kusaris - also die Ninja-Variationen - zu sehen.

Zu den "offiziellen" Variationen, die auch hauptsächlich auf Okinawa verwendet wurden, gehören auch jene Varianten, bei denen an einem Ende ein Gewicht war und am anderen Ende eine Kama   ( zu sehen auf den Kusari Seiten bei OkinawaTe ).

Dort sind auch einige Katas zu sehen, die den Umgang mit Kettenwaffen zeigen.

Bei den Variationen der Ninjas wurde nicht selten an statt der Kette ein Seil aus geflochtenem Roßhaar verwendet, mit dessen Hilfe der Gegner im Kampf ( ähnlich wie in einem Spinnennetz ) nach und nach eingewickelt wurde.

Der hier über diesen Link verfügbare Filmclip zeigt am Ende des Filmclips eine solche Technik des "Einwickelns". Um diesen Clip anzusehen hier auf den Text klicken.

 

Der Kriegsfächer war eigentlich keine "typische" Ninjawaffe, weil der Kriegsfächer durchaus auch zur "Ausstattung" normaler Samurai gehörte. war war die ehrheit der samurai nicht im Umgang mit dem Kriegsfächer bewandert - aber es gab denoch - gerade bei den höheren Samuraiclans - eine beachtliche zahl an Kriegern, die den Umgang mit dem Kriegsfächer beherrschten.

Es gibt auf Okinawa den O-Bon Tanz, der auf dem O-Bon fest vorgeführt wird. Dieser Tanz ist in Wirklichkeit eine verkappte Kriegsfächer Kata....

Im Foto links ist das "Skelett" eine Kriegsfächers zu sehen. Daneben sind auch einige Variationen von Jitte zu sehen.

Da diese Waffe aber eher allgemein bekannt war - ähnlich wie die Sai - wird hier nicht weiter darauf eingegangen. Die Sai werden auf den OkinawaTe Seiten hinreichend abgehandelt und die Kampftechniken sind beinahe identisch. Wer sich für den Umgang mit Jitte interessiert, kann also mal auf den Sai Seiten die Clips anschauen.

Link zum Clip mit den Waffen in den Fotos rechts und oben.

Die beiden Fotos rechts zeigen zusammen eine Art "Offiziers- Multifunktions-Werkzeug-Taschenmesser" aus einer Ninjawaffenschmiede. Es setzt sich aus verschiedenen Einzelteilen zusammen, die in verschiedenen Variationen - je nach Bedarf - zusammengesteckt werden kann und als "Enterhaken" zum Erklettern von mauern, als Shuriken, Kama oder als Jitte zusammenbauen/verwenden lässt.  Zerlegt in die einzelnen Bestandteile ( bzw. "zusammengefaltet" ) sehen die Einzelteile relativ harmlos aus und lassen sich getarnt in alltäglichen Utensilien unterbringen.

Im Foto rechts sieht man eine Reihe von antiken Ringen und kurzen Stäben. Die Stäbe wurden häufig mit den gleichen Techniken verwendet, die aus dem Aikijutsu bekannt sind und ich werde daher hier an dieser Stelle diese Techniken hier nicht weiter behandeln. Man nutzte diese Stäbe für Finger und Handhebel und für Schläge gegen Nervenpunkte. Und wenn die Stäbe aus Stahl waren, konnte man sich damit auch gegen Angriffe mit dem Schwert und anderen Klingenwaffen verteidigen.

Die Ringe hingegen wurden in dieser Form fast ausschließlich von Ninjas verwendet und die Spitzen waren häufig vergiftet. Die Techniken im Kampf waren häufig die gleichen, die auch bei Shuriken verwendet wurden. Auch diese Ringe wurden häufig benutzt um in Nervenzentren zu drücken und damit Gegner unter Kontrolle zu bringen - oder wenn die Spitzen vergiftet waren - um die Gegner schnell zu töten.

Schlagringe sind keine Schöpfung der modernen Waffentechnik.

Die Ninja setzten schon um 1500 n. Christus schon derartige Waffen ein, wie die Fotos der Waffen rechts beweisen. Dabei dienten diese auch zur Abwehr von Schwertangriffen. Nicht selten wurden diese Teile als  Bestandteile des Pferdegeschirrs im "Zaumzeug" getarnt oder als Steigbügel "zweckentfremdet" untergebracht.

Wer glaubt, dass die Ninja mit dem neunzehnten Jahrhundert ( so die offizielle Stellungnahme der japanischen Polizei heute ) ausgerottet worden seien, der irrt.  Viele Clans haben heute noch ihre Existenz unter den Yakuza ( der japanischen Form des organisierten Verbrechens ) und bekleiden dort hohe Stellungen in deren Hierarchie. Das Foto links zeigt eine moderne Variation der für Ninja typischen Art Waffen zutarnen. In der Krawatte ist auf der Rückseite eine Halterung für ein Karbon- oder Keramikmesser, mit dem man problemlos durch jede Flugsicherheitskontrolle unbeanstandet durchmarschiert. Die Krawatte ist aus bester Seide gewebt und ist damit praktisch "unzerreißbar" und kann wie eine Kette/ein Seil benutzt werden. Und auch einiges was man in einem James Bond Film sieht, findet sich bald danach in den Arsenalen der modernen Ninja in ähnlicher Form wieder.

Clip zu nebenstehendem Foto.