BUDOSPORTS - Kusarigama                     9 Kusari  Katas 

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  Kusari - die Kette - war schon seit je her in Japan eine wirksame Waffe. Es gibt Kusari in verschiedenen Variationen.
Das "reine" Kusari wurde in zwei Längen verwendet: die "kurze" Variante ( Ko Kusari ) ist etwa 120 cm Lang und hat an beiden Enden ein geschmiedetes scharfkantiges Gewicht in der Form einer sechs- oder achtkantigen Pyramide. Die "lange" Variation ( O Kusari ) hat eine Länge von etwa 260 cm ebenfalls mit jeweils einem Gewicht am jeweiligen Ende. 

Die "kurze" Variante wurde von den Palastwachen am Hof des Tenno verwendet, weil dort das Tragen von Schwertern verboten war. Dies ist insofern bemerkenswert weil, eine Kette korrekt gehandhabt einem Schwert als Waffe überlegen war. Mit einer Kette kann man sich gegen ein Schwert verteidigen und im Gegenangriff dem Angreifer die Gurgel zerfetzen. 

Bei den Ninja wurde deshalb das Kusari sehr geschätzt und es gab dort zwei beliebte Variationen: Beide Variationen leiteten sich aus der langen Variation ab -mit einem Unterschied - es gab in beiden Variationen jeweils nur an einem Ende ein Gewicht und am anderen Ende eine Waffe - eine Variation mit der Kama ( dem Kurzsichel ) oder der Gama (einem Kurzdolch ). Im Gegensatz zur Kama, die hier in anderen Katas vorgestellt wird - die nur einseitig eine Klingenblatt also ein relativ dünnes Sichelblatt  hat, ist das Gama ein echter zweischneidiger Dolch aus dickerem Schwertstahl - also einem zweischneidigen Tanto vergleichbar. Im Gegensatz zum Tanto hat es aber einen Klingenschutz, der die ganze Hand überspannt und zusätzlich einen Stiel aus Hartholz - meist sogar aus Stahl.

Der Vorteil dieser Waffe ist, sein "Einsatzbereich" - mittels der Kette können Angriffe auch auf längerer Distanz vorgetragen werden, die einem Schwert überlegen ist. Zum zweiten wird die Kette wahlweise zum Blocken gegen einen Schwerthieb oder zum Entwaffnen bei einem Schwertangriff eingesetzt.
   
Hier ist eine Detailansicht einer Gama.

Unten werden vorerst einmal Katas mit der Variation Kusarigama vorgestellt. Diese Form wird heute noch im Isshin Ryu benutzt und auch bei Ninjutsu trainiert.

Tatsächlich gibt es annähernd genauso viele Katas im Kusari wie bei Iaido. Hier werden aber nur einige typische Katas vorgestellt, die typische Anwendungsbereiche zeigen - also einfangen des Schwertes mit Konter, Block mit der Gama und Hieb mit Kettengewicht, Block mit Kette gegen Schwert gefolgt von Konter mit Gama. 

Im nebenstehenden Foto ist der Klingen- handschutz ( ein Stahlbügel ) gut zu erkennen. Sehr wichtig - wenn der Stiel aus Hartholz und nicht aus Stahl ist - ist die "Führung" der Kette am Holzstiel entlang. Dies stellt sicher. dass eine Schwertklinge nicht den Stiel schneiden kann sondern sich in der Kette verfängt.
Die Handhaltung beim Halten der Kette ist sehr wichtig, weil durch entsprechende Haltung sichergestellt wird, dass die kette sich nicht "verdrösselt" also jederzeit auf ganzer Länge ausgeschöpft werden kann - ohne Knoten zu bilden. 

Link zur Gesamtansicht der Kusarigama

 

Am Ende der Kusari ist ein Stahlgewicht mit scharfen Kanten.
Das Gewicht wiegt meist um die 250 Gramm. Das scheint zwar nicht viel, allerdings muss man bedenken, dass bei entsprechender Handhabung am Ende der Kette Geschwindigkeiten bis zu 300 Km/Stunden auftreten. Die dann wirksamen Fliehkräfte und Beschleunigungskräfte bewirken, dass dieses Gewicht mit bis zu einer Tonne ( pro
Quadratzentimeter ) "einschlägt" - dies reicht um zum Beispiel Stahlblech mit 3 mm Stärke "locker" zu durchschlagen, also ein Loch in das Stahlblech zu schlagen. Auf den Schädel übertragen - bliebe ein etwa Faustgroßes Loch!
 
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