Budosports -  Ken Do
                                          
HINWEIS: die auf den Folgeseiten gezeigten Videoclips
                                dienen nur zum Anschauungsunterricht   - NICHT ZUR NACHAHMUNG ! 
                                     Ohne fachkundige Anleitung drohen schwerste Verletzungen !

PAGE 16

move to page 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10
           
11  12   13   14   15   16   17   18   19  20 
           
21  22   23   24   25   26   27   28   29   30 
zurückurück
Click  on Foto 
to see Realvideo
Die Textbeiträge dieser Seiten 
sind noch in Bearbeitung !


Kendotraining


Die Kendorüstung


Training für Fortgeschrittene



Prof.Dr. Erwin v. Bälz

Das moderne Kendo wurde um 1890 aus den alten traditionellen Schwertkampfschulen wie zum Beispiel dem Jai Do entwickelt.
Allerdings unterschied sich Kendo von diesen Schulen erheblich durch 3 Faktoren:
1. Man entwickelte eine leichte aber sehr stabile im Kern aus Bambus
   bestehende Rüstung mit einem Taillenschutz, einem Brustpanzer und
   einer Fechtmaske mit einem Schutzgitter, Kehlkopf- und Nackenschutz, 
   sowie dicken gepolsterten Fechthandschuhen mit großen Schutzstulpen
2. Man entwickelte einen aus 4 Teilbambusstäben und mit Leder und
    Bändern gebundenen Fechtstock - als quasi Schwertersatz -, dem "Shinai"
und
3. Die Fechtschläge wurden in Gefecht voll durchgezogen auf die Rüstung.

Durch diese Voraussetzungen, war es möglich ohne erhebliche Verletzungs-
gefahr nahezu realistische Kampfsituationen zu trainieren.

Hierdurch war es auch möglich ein überaus dynamisches und sehr schnelles Kamfsportsystem zu entwickeln.

Zwar werden die Katas noch nach wie vor mit echten Schwertern oder dem Boken trainiert und ausgeführt, aber im Kumite ( dem Partnertraining ) geht es hart zur Sache. Nichts desto trotz wird in Japan ein ganz erheblicher Prozentsatz der Schüler von jungen Frauen und Studentinnen gestellt, die diese Sportart schätzen wegen des hervorragenden Trainings der Reaktions-
fähigkeit bzw. Schnelligkeit und des ausgezeichneten mentalen Trainings. Hier herrscht auf der Matte absolute Gleichberechtigung und es gibt in Japan etliche hochrangige Danträgerinnen unter den Kendokas ( =Kendoübenden).


Prof. Dr. Erwin von Bälz (†31.Aug  1913) war als Gesandter des Baden Würthembergischen Hofes in Japan ( 1876-1903 ) und gründete in Kyoto an der neu entstandenen Universität einen Lehrstuhl für (europäische ) Medizin und war zur gleichen Zeit Leibarzt des japanischen Kaiserhauses und mehrerer japanischer Fürstenhäuser und begründete das moderne japanische Gesundheitswesen. In dieser Zeit bemängelte Prof. Dr. Bälz die schlechte physische Konstitution vieler seiner Studenten. Nachdem er im Rahmen einer Feierstunde eine Vorführung der Kampfeskunst einiger Samurai sah, regte er an Diese Tradition wiederzubeleben und die Übungen zum Pflichtfach an den Universitäten zu machen, um die Physis der durchschnittlichen Studenten zu verbessern. Diese Anregung wurde Aufgenommen und umgesetzt. Unter seinen Studenten waren auch Gichin Funaikoshi, Jijoro Kano und Moribei Uyeshiba.

Gichin Funaikoshi nahm diese Anregung auf und entwickelte aus dem traditionellen Okinawa Te das erste neue System des Karate ( den Shotokan Ryu ), Jijoro Kano entwickelte aus anderen Bestandteilen den Okinawa Te und Teilen des Jiu Jutsu das moderne System des Judo, und Moribei Uyeshiba entwickelte aus den Elementen des Okinawa Te das moderne Aikido. Parallel wurde von anderen Studenten noch in der gleichen Zeit aus dem klassischen JaiDo das moderne Kendo System entwickelt. Die Ursprünge dieser modernen Systeme gehen aber alle wie gesagt auf die Anregungen eines deutschen Medizin Professors im Zeitraum um ca. 1890 zurück.....( der - welcher Zufall ein Urgroßvater mütterlicherseits vom Verfasser dieser Website war - und dessen Tagebuch Notizen zu diesem Thema die Grundlage für diesen Abschnitt waren  )