Budosports -  Jiu Jutsu
                                        
HINWEIS: die auf den Folgeseiten gezeigten Videoclips
                                dienen nur zum Anschauungsunterricht   - NICHT ZUR NACHAHMUNG ! 
                                     Ohne fachkundige Anleitung drohen schwerste Verletzungen !

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In den 30'er Jahren war Erich Rahn, ein später in Berlin ansässiger Exportkauf- mann häufig in Japan. In dieser Zeit erlernte er dort die Kunst des Jiu Jutsu. Als er später in der 50'er Jahren in Berlin arbeitete öffnete er ein Dojo und un- terrichtete dann Jiu Jutsu. In dieser Zeit schrieb er auch mehrere hervorragende kleine Bücher über Jiu Jutsu, die bis heute was das Fotomaterial und die detaillierten Beschreibungen betrifft, noch unerreicht sind. Man spürte förmlich beim Lesen seiner Bücher seine Begeisterung und Liebe zu dieser Kunst. Durch ihn wurde - zumindest hier in Deutschland - Jiu Jutsu in den 50'er Jahren weithin bekannt gemacht.

Jiu Jutsu wurde durch seinen Einfluss in weiten Teilen Deutschlands in den Polizeisportvereinen gepflegt und trainiert.

Prof. Dr. Erwin von Bälz (†31.Aug  1913) war als Gesandter des Baden Würthembergischen Hofes in Japan ( 1876-1903 ) und gründete in Kyoto an der neu entstandenen Universität einen Lehrstuhl für (europäische ) Medizin und war zur gleichen Zeit Leibarzt des japanischen Kaiserhauses und mehrerer japanischer Fürstenhäuser und begründete das moderne japanische Gesundheitswesen. In dieser Zeit bemängelte Prof. Dr. Bälz die schlechte physische Konstitution vieler seiner Studenten. Nachdem er im Rahmen einer Feierstunde eine Vorführung der Kampfeskunst einiger Samurai sah, regte er an diese Tradition wiederzubeleben und die Übungen zum Pflichtfach an den Universitäten zu machen, um die Physis der durchschnittlichen Studenten zu verbessern. Diese Anregung wurde aufgenommen und umgesetzt. Unter seinen Studenten waren auch Gichin Funaikoshi, Jijoro Kano und Morihei Uyeshiba.

Gichin Funaikoshi nahm diese Anregung auf und entwickelte aus dem traditionellen Okinawa Te das erste neue System des Karate ( den Shotokan Ryu ), Jijoro Kano entwickelte aus anderen Bestandteilen den Okinawa Te und Teilen des Jiu Jutsu das moderne System des Judo, und Morihei Uyeshiba entwickelte aus den Elementen des Okinawa Te das moderne
Aikido. Parallel wurde von anderen Studenten noch in der gleichen Zeit aus dem klassischen Jai Do das moderne Kendo System entwickelt. Die Ursprünge dieser modernen Systeme gehen aber alle wie gesagt auf die Anregungen eines deutschen Medizin Professors im Zeitraum um ca. 1890 zurück.....( der - welcher Zufall ein Urgroßvater mütterlicherseits vom Verfasser dieser Website war - und dessen Tagebuch Notizen zu diesem Thema die Grundlage für diesen Absatz waren  )

In Bietigheim wurde vom japanischen Kaiserhaus ihm zu Ehren eine Gedenkstätte eingerichtet.














Das Jiu Jutsu ist das Ursprungssystem, aus dem später das moderne Judo entwickelt wurde. Zur Selbstverteidigung ist aber zweifellos das Jiu Jutsu erheblich besser geeignet.

Viele Würfe, die im Jiu Jutsu vorkommen, begegnet man auch im modernen Judo. Darüber hinaus aber gibt es im Jiu Jutsu noch eine Reihe weiterer Würfe ( zum Beispiel die gesprungene Nackenschere ) die im Judo nicht vorkommen. Gleiches gilt für etliche Hebeltechniken und mit Hebeltechniken gezogene oder geschleuderte Würfe. Darüber hinaus werden im Jiu Jutsu noch Schläge und Kicks eingesetzt, die im Judo überhaupt nicht vorkommen.
Das Judosystem hat knapp 40 Würfe und 40 Hebel- und Haltetechniken. Das Jiu Jutsu kennt knapp 90 Würfe und über 100 Hebel- und Haltetechniken. 
Aus diesem Grund ist der Zeitaufwand, um Jiu Jutsu zu erlernen, erheblich höher - zumal einige Techniken wirklich nicht einfach in der Ausführung sind, 
wie die Handwürfe mit einem entsprechenden Hebeleinsatz.