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Der "Status Quo" ... oder was mach ich jetzt ?

Ich hatte als Ausbildung unter anderem einen Abschluss der FH als Diplomingenieur in Mikroprozessortechnik. Vor einem Jahr hatte ich im November einen Herzinfarkt. Als ich in der Klinik war und die Ergebnisse der Computertomographie und der Radiologie vorlagen, staunte ich nicht schlecht, als mir vom behandelten Oberarzt mitgeteilt wurde, dass dies bereits mein zweiter Infarkt gewesen sein muss. Die Befunde hatten offenbart das die Herzhinterwand mit Narbengewebe übersät war und es offenkundig schon vor Jahrzehnten einen schweren ersten Infarkt gegeben haben musste.

Angesichts der Tatsache, dass ich in den letzten 25 Jahren intensiv ( auch im Winter ) mit dem Motorrad gefahren bin - mit allen "Extras" also regelmäßige Teilnahme am "Elefantentreffen" ( Camping im Winter im Schnee mit Zelt und Schlafsack und zusätzlich ziemlich viel Sport betrieben habe ( Segeln mit Katamaran, Paragliding, Fallschirmspringen, Drachenfliegen ) und darüber hinaus regelmäßig mindestens 3 mal die Woche je 3-4 Stunden hartes Kampsporttraining ( JaiDo, Naginata, Kyudo, Kendo, Okinawa Te,
Aikido, Kusari etc. - in Deutsch: Schwertfechten mit scharfen Schwertern, Kämpfen mit der Sichel, Bogenschießen, Schwertkampf in Rüstung mit Bambusfechtstöcken, eine Spezialvariante des Karate, Kampfsport mit Würfen, Kämpfen mit Kampfkette etc. ) ( diese Sportarten werden übrigens alle eingehend im Bereich Budosport gezeigt und erklärt ) war ich ziemlich irritiert, dass ich dies alles noch trotz eines scheren ersten Herzinfarktes bewältigt haben sollte. Ich kam darauf hin ziemlich ins Grübeln, da ich mir dies einfach nicht erklären konnte - bis mir einfiel, dass ich mit 28 einen ziemlich heftigen Stromunfall hatte mit über 2000 Volt. Mir fiel ein, dass ich damals 4 Wochen lang mit Betablockern behandelt worden war und seit dem - immer wenn ich mehr Leistung abrufen musste eine "Zwischensystole" im EKG hatte. Es war quasi so, dass dann das Herz vom "Normalbetrieb" ( sozusagen dem 1. Gang ) in den zweiten Gang "umschaltete" und einen kleinen "Zwischenschlag"  einlegte. Wenn die Belastung fortfiel, kehrte dann das Herz in den "Normalmodus" ohne "Zwischenschlag" zurück. Damit war dann endlich das Geheimnis um den ersten Herzinfarktes zufriedenstellend gelöst.

Allerdings war ich eigentlich mehr geschockt von den anschließenden Feststellungen und Folgen des zweiten Infarktes. Ich habe seitdem absolutes Sportverbot - was mich sicherlich am allerhärtesten traf. Immerhin hatte ich bis dahin mit 53 Jahren immer noch mein Idealgewicht von 86 Kg bei einer Größe von 1,91 Metern halten können und es gab zwar im Winter immer kleinere Ansätze von kleinen Speckröllchen, die aber im Frühjahr mit der "Außenaktivität" schnell wegschmolzen. Nun war plötzlich alles was Spaß machte, vollständig tabu. Und nun nehme ich wider Willen zu. Es hält sich zwar Gott sei Dank in Grenzen, aber so richtig wohl fühle ich mich mit nunmehr 95- 96 Kg nicht mehr.

Fast ebenso lästig sind die Folgen im Berufsleben. Nachdem ich nunmehr quasi bereits jeweils nach jedem regelmäßig alle halbe Jahre erforderlichen Klinikaufenthalt die Klinik mit einer Krankschrift für das folgende halbe Jahr bis zur nächsten Untersuchung verlasse und somit nicht mehr für eine Lohnsteuerpflichtige Tätigkeit in Frage komme ( also als unvermittelbar gelte - nach Aussage der Arbeitsagentur -, weil inzwischen eine riesige Latte von Dingen existiert, die ich nicht mehr machen darf ), muss ich mich darauf einstellen als "Karteileiche" bis zur Verrentung in etwa 10 Jahren. Das ist wirklich nicht witzig...

ich versuche seitdem zumindest mit leichtem Kata Training, Radfahren und anderen leichten Aktivitäten wenigstens ein Grundmaß an Fitness aufrecht zu erhalten..... 

So versuche ich nun inzwischen meine vielfältigen Hobbies zu nutzen, damit ich sinnvoll meine Freizeit nutze. Allerdings ist dies - mit den jetzt nur noch beschränkt zur Verfügung stehenden Mitteln ( Stichwort Hartz IV  - mehr muss man wohl kaum erklären ), nur bedingt möglich und Projekte werden nicht durch Arbeitsaufwand und Arbeitszeit, sondern durch die Obergrenze des zur Verfügung stehenden Geldes bestimmt. man kommt langsamer voran, wenn man jeden Euro zweimal umdrehen muss.

Auf Grund der bereits vorhandenen Fachkenntnisse, beschäftige ich mich nun wieder mit einer fast "ausgestorbenen" Sache, der Entwicklung und dem Bau von Röhrenverstärkern mit Röhrentechnik von 1960 und noch früher und dem Wissen um "Highend" Audiokomponenten  nach dem Stand von Heute. Die Ergebnisse werden auf den entsprechenden Seiten unter Verschiedenes 
( Miscellaneous ) vorgestellt. Ich bemühe mich auch komplizierte technische Sachverhalte in dieser Website so zu erklären, dass diese auch von Laien gut verstanden werden. Sollte dies mal nicht klappen, so bin ich durchaus dankbar für Hinweise per email. Letzten Endes soll ja das Medium Internet - dem Grundgedanken nach - ja die Möglichkeit bieten, Wissen zu übermitteln - und mit "Fachchinesisch" kann diese Übermittelung nicht funktionieren.... Dies gilt im Übrigen für den gesamten Bereich dieser Website.

© Harro Walsh