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Zausel Zauseline hat bereits schon in jungen Jahren ein ziemlich hartes Schicksal ertragen müssen. Bis zu ihrem zweiten Geburttag lebte sie als "Einzelkatze" bei einer älteren Dame in der Wohnung. Bis dahin kannte sie die große Welt nur von einem Blick vom Balkon oder vom Fenster. Dann hatte sie auch noch das Pech dass ihr Frauchen starb und sie 14 Tage alleine in der Wohnung schrei und maunzte, bis endlich jemand die Tür aufbrach und die "Bescherung" fand.

Innerhalb der darauf folgenden drei Monate wurde Zausel bei drei Menschen untergebracht / weitergereicht und die hatten offenkundig nicht den Durchblick im Umgang mit Katzen. Anstatt der Zausel einfach Zeit zuzubilligen, damit diese erst einmal das erlebte verdaut, meinte man offensichtlich, dass man das arme Tier mit Zuwendung "erschlagen" muss und verstand nicht, weshalb Zausel permanent sich zurück zog und alle Zuwendungen zurückwies. Als man dennoch versuchte dem armen Tier die "Zuwendungen" aufzudrängen.
So ist es nicht verwunderlich, dass das arme Tier sich mit dem harten Einsatz ihrer Krallen gegen diese Behandlung wehrte. Einer der Zeitgenossen muss sogar das Tier wegen der Krallen mehrfach geschlagen haben, weil er unfähig war zu erkennen, dass man der Katze erst einmal Zeit geben muss. Dies wird auch heute erkennbar: Jedes mal wenn eine Hand von oben kommt, legt sie sofort die Ohren zurück und geht in Lauerstellung. Als dann bei der dritten Stelle, bei der die Zausel untergebracht war, ( es war eine Kollegin einer Freundin des Verfassers )wurde sogar erörtert die Katze ( im zarten Alter von erst zwei Jahren ) einzuschläfern. Als der Verfasser dies hörte, schritt er ein und stellte erst einmal klar dass nicht die Menschen ein Katzenproblem haben, sondern dass vielmehr die Katze ein Menschenproblem hat. Er übernahm die Zausel und brachte diese zu sich nach Hause. Dann gab er der Katze endlich einmal die Zeit, die sie brauchte um diese Katastrophen und Fehlbehandlungen zu verdauen. Er ging nicht auf die Katze zu, sondern stellte ihr nur regelmäßig das Futter hin, war permanent anwesend - ohne sich aufzudrängen - und wartete einfach ab, bis die Katze von sich aus auf ihn zukam und er respektierte ihre Gesten, sie immer in Ruhe zu lassen, wenn sie dies wollte. Es dauerte zugegebener weise ziemlich lange ( über 3 Monate ) bis sie überhaupt kam und sich in der Nähe hinkauerte. Bis zum ersten Streicheln dauerte es über 6 Monate. Erst nach über einem Jahr war endlich jenes Vertrauen aufgebaut, dass es erlaubte miteinander vorbehaltlos umzugehen. Inzwischen ist sie - mit geringfügigen Einschränkungen weitgehend normal. Die einzige Einschränkung ist ihre ziemlich ausgeprägte Eifersucht. Wenn Herrchen sich längere Zeit einem Besuch oder dem Nicodemus zuwendet, setzt sie sich mit einem "vernichtenden / scheelen Blick" demonstrativ in einigem Abstand hin und straft den Boss mit "betonter Missachtung".
 

Zausel Zauseline

Der Name wurde abgeleitet. Als Zausel zum Boss kam, war sich völlig verstört und völlig zerzaust. Da ihr eigentlicher Name nicht bekannt war, mussten der Boss und Zausel sich auf irgendetwas einigen. Da sie auf den Zuruf "Zausel" am besten reagierte, hat sie sich sozusagen den Namen selbst ausgesucht. Später kam noch die Schmuseform "Zauseline" hinzu, die sie auch problemlos akzeptierte. Dabei blieb es dann.

Am Abend kommt der besonders zufriedenstellende Teil: Zauseline hat sich im laufe der Zeit den Platz am Kopfende des Bettes mit Schieben, Drücken und "dazwischen batzen" ertrotzt.
Es ist inzwischen ihr unbestrittener Stammplatz beim Schlafen - vorzugsweise mit beiden Pfoten auf dem abgewinkelten Unterarm und darauf liegend der Kopf und der Rest in der Ellbogenbeuge eingerollt. Wer versucht - ihr diesen Platz streitig zu machen kriegt Ärger und Krallen zu spüren, da der Stammplatz mit "allen Mitteln" verteidigt wird - nachts gehört der Boss ihr und sie legt größten Wert vor dem Einschlafen wenn sie am Kopf und am Kinn gekrault wird. Sobald der Boss sich zum Schlafen hinlegt und das Licht ausschaltet - ist Zausel spätestens nach 5 Minuten auf ihrem Stammplatz. Nico hat inzwischen seinen Stammplatz in der Beuge der Kniekehlen gefunden und rollt sich dort mit größtmöglichen Körperkontakt dort ein.
© Harro Walsh