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  Nico Nicodemus kam aus einem Wurf von 6 Geschwistern. Er zeichnete sich schon früh aus durch seinen Mut, seine Neugier und ein ausgeprägt starkes Selbstbewusstsein. Er kennt auch genau seinen Charme und setzt diesen bewusst bei den älteren Damen in der Nachbarschaft ein.

Als freilaufender Kater sorgt er in der früh schon dafür dass niemand verschlafen kann. Er kennt sein Herrchen genau und weiß exakt, wie man diesen am Besten nehmen muss. Direkt am Morgen setzt man sich am Besten direkt am Kopfende des Bettes hin und weckt den müden Krieger mit nachhaltigem lauten Schnurren, bis dieser die Augen aufmacht. Gelegentlich ist auch mal bei der "Weckprozedur" ein penetrantes "herumstaksen" auf der Höhe des Bauches auf der Bettdecke erforderlich, bis Herrchen mitbekommt, dass es Zeit ist aufzustehen. Wenn das Herrchen sich von der liegenden in die sitzende Position erhoben hat, setzt man sich am Besten direkt neben ihm ruhig hin - er ist nämlich ein Morgenmuffel und vor seiner zweiten Tasse Kaffee ist er ziemlich desorientiert und einsilbig bis ungenießbar. Das hat wahrscheinlich etwas mit seinem niedrigen Blutdruck zu tun. Wenn der Boss schon mal die erste Tasse Kaffee intus hat, kann man sich ja schon mal in den Schoß einringeln und sich beim Schnurren knuddeln lassen. Wenn er die zweite Tasse schon eine Weile "in Arbeit hat", könnte man ja mal schon auf den Tisch rüberhüpfen und einen Blick in die Tasse werfen, damit man sieht, wie lang es noch dauert, bis er aufsteht.... dann setz ich mich schon mal in Positur 
wie im Foto rechts und beobachte mal das Ganze.... - Au jah, der letzte Schluck aus dem Kaffeebecher, dann hüpf ich mal schnell runter und lauf direkt vor ihm her in die Küche, damit er sich nicht verläuft... am Besten hüpf ich schon mal auf die Theke, um zu sehen was es heute zum Frühstück gibt .... was ? ja doch ! richtig es gibt Lachs und Krabben ? Jahh mein Leibgericht ... dann aber nichts wie hoch mit dem Fahnenzinken damit er sieht, wie toll das ist und dann einen perfekten Slalom zwischen die Beine beim Gehen ins Bad - und sobald die Schale auf dem Boden steht nichts wie ran an den Fisch..... Ohh ! - nach dem Frühstück kurz noch mal zum Boss: " Mia Mau mau Miauhh!" ( In Menschensprache : Hi Boss, ich mach mich dann mal vom Acker und geh auf meine Frühsporttour! ) und nicht wie ab durch die Katzenschleuse ( schon nicht schlecht wenn man seine eigene "Haustür" hat...)

Aus den Beobachtungen des Bosses: Der Tiger hat doch tatsächlich eine feste eigene "Morgenroute" - als erstes geht es rüber zu Oma Schmidt , die kommt morgens immer um 09:30 vom Einkauf zurück, also setzt er sich vor der Türe hin und wartet... bis Oma Schmidt zurückkommt - die hat nämlich vom Besuch beim Metzger immer eine frische Scheibe Kochschinken oder Blutwurst extra für den Tiger dabei - Achtung Oma Schmidt kommt ! Hoch mit dem Hintern und aufklappen des Fahnenständers ( Schwanz in die Höh ) - schließlich muss man ja zeigen, wie gut einem die Wurstscheibe schmeckt... Ahh - jahh  nochmals zwischen den Ohren kraule lassen und dann nach einem begeisterten Maunzen und dankbaren Bliick nichts wie ab zur alten Dame vier Häuser weiter, da gibt´s morgens immer so ein tolles Stück Rinderherz...

Menschen sind - zumindest aus der Sicht unserer Vierbeiner - schon manchmal merkwürdige Zeitgenossen.... Als Nicodemus schon 7 Jahre alt war, begab sich solch ein merkwürdiger Vorfall..im Sommer...
Da war damals eine Katzenleiter vom Küchenfenster in den hinteren Garten. Eine praktische Sache, weil man jederzeit rein oder raus kann und Hunde auf einer Katzenleiter keine Chance haben. Nico hat seit klein auf immer gejagt - das hält fit und man kriegt noch eine Extraportion - und es macht ganz schön viel Spaß mit Mausen zu spielen. Dann gab es aber in dem Sommer ganz komische Mäuse.. die hatten längere und buschige schwänze und außerdem kletterten diese komischen Mäuse auf Bäume.. - .mein Boss nennt die Dinger Eichhörnchen - und die sind ganz schön schwer zu kriegen... Da hab ich mal im Sommer eines dieser komischen Mäuse gesehen und bin dem mal ganz vorsichtig nachgeschlichen. Da wo diese komische Maus hingehüpft ist gab´s noch mehr von der Sorte... also hab ich mich mal ganz vorsichtig angepirscht und nach äußerst vorsichtigen Manövern ( immer auf die Windrichtung achten ) hab ich doch tatsächlich mit einem "Supermegaspurt" eines dieser komischen Mäuse erwischt. Kurze kräftiger Biss im Genick und "Knacks" war´s das. Jetzt aber nichts wie ab nach Hause und mal dem Boss zeigen, wie gut ich als Jäger bin - wenn ich schon mal so ein schwierig zu fangendes Teil erwischt hab... bin gespannt was der dazu sagt... Kaum bin ich die Leiter rauf und mit einem Satz runter in die Küche und hab das Prachtstück hingelegt und laut gemaunzt, kommt der Boss und schaut rein .... Ja spinn ich denn ? weshalb schimpft der denn so ??? Dann nichts wie raus aus dem Fenster , wenn der sich so anstellt.... also ab zur Quelle... das erste das ich erwischt habe, war mit einem rotbraunen Fell ... na dann schaue ich mal ob ich das mit dem dunklen Fell erwische... also das Ganze mit aller Vorsicht nochmals von vorne.
Wow! da hab ich beim zweiten mal doch tatsächlich das mit dem dunklen Fell erwischt... das war bestimmt wegen der Farbe vom Fell, dass der Boss so ausgerastet ist... na jetzt kann er nicht meckern ... jetzt hab ich ja ein mit dunklem Fell... also nichts wie hin in die Küche und zeigen dass ich nun das richtige erwischt habe.... Kaum hab ich das Teil hingelegt rastet der Boss ja richtig aus und schreit laut: "Nein!!" - ja was den gefällt Dir das mit dem dunklen Fell auch nicht ? Warum machst Du denn jetzt das Fenster zu und redest was von Stubenarrest ? 
Naja... dann scheint es wohl doch etwas mit dem komischen Schwanz dieser Mäuse zu tun - anscheinend darf ich überhaupt keine Mäuse jagen, wenn die so einen buschigen Schwanz haben .. Dann lassen wir´s halt und jagen nur noch "Standardmäuse" - da kriegt man wenigstens keinen Stubenrarrest und wird nicht angemeckert.... Anmerkung vom Boss: Danach gabs keinen Ärger mehr mit Eichhörnchen... es wurden nur noch Mäuse gebracht...

Nico Nicodemus
 
 
© Harro Walsh